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Kriminalität: Kampf den Einbrüchen
Lokales 1 4 Min. 13.11.2014

Kriminalität: Kampf den Einbrüchen

Die Zahl der Einbrüche bricht sämtliche Rekorde: Jetzt will die Polizei intensiver durchgreifen.

Kriminalität: Kampf den Einbrüchen

Die Zahl der Einbrüche bricht sämtliche Rekorde: Jetzt will die Polizei intensiver durchgreifen.
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Lokales 1 4 Min. 13.11.2014

Kriminalität: Kampf den Einbrüchen

Die Zahl der Einbrüche in Wohnhäuser hat beunruhigende Ausmaße angenommen. Jetzt will die Polizei gezielt dagegen vorgehen.

(jag/C.) - In den ersten drei Trimestern dieses Jahres wurden 3010 Einbrüche in Luxemburg gezählt, rund 650 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Polizei stellt fest, dass diese Tendenz in der ganzen Großregion beobachtet wird und sich nicht auf Luxemburg beschränkt.

Als Reaktion verstärkt die Polizei jetzt ihre Strategie bei der Bekämpfung der Einbruchkriminalität: Erhöhte und sichtbare Präsenz, gezielte Information der Bevölkerung sowie deren aktive Mithilfe sollen im Kampf gegen Einbrecher Wirkung zeigen. Der für die innere Sicherheit zuständige Minister Etienne Schneider erklärte die Bekämpfung der ansteigenden Einbruchkriminalität ab sofort zur Priorität und verlangt eine der Lage entsprechende Anpassung der von der Polizei eingesetzten Maßnahmen. Ab sofort tritt ein von der Generaldirektion der Polizei verabschiedeter Plan in Kraft, welcher eine Intensivierung der drei Hauptstrategien vorsieht: Kontrollen und Präsenz im öffentlichen Raum, Präventionsarbeit und Aufruf der Bevölkerung zur Mithilfe.

Landesweite Kontrollen

Landesweit werden demnächst Verkehrs- und Personenkontrollen u.a. entlang der Hauptverkehrsadern durchgeführt. Innerhalb der Wohngebiete wird die Polizei sowohl mit uniformierten Polizisten in Streifenwagen als auch mit Zivilstreifen der Rechercheeinheiten präsent sein.

Ein weiterer Schwerpunkt ist und bleibt die Kommunikation sowie der Kontakt mit den Bürgern, um weitestgehend über das Delikt Einbruchsdiebstahl sowie die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen zu informieren.  Ziel ist es, dem Täter zu verdeutlichen, dass sein Vorhaben nur unter schwierigen Bedingungen durchgeführt werden kann, in der Regel ist er nur an schwach gesicherten Objekten interessiert.

Infowoche im Einkaufszentrum Belle-Etoile

Seit vergangenem Dienstag, dem 11. November, läuft eine Präventionswoche im Einkaufszentrum Belle-Etoile. Bis zum Samstagabend werden die Besucher am Informationsstand der Polizei Capellen über technische Schutzvorrichtungen wie z.B. Alarmanlagen und Sicherheitstüren informiert.

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 Aktive Mithilfe der Bevölkerung gefragt

Um wirksam gegen die Täter vorgehen zu können, versucht die Polizei die Täter zu ermitteln und bestenfalls auf frischer Tat, oder unmittelbar nach der Tat zu ergreifen. Sie ist auf Mithilfe der Bevölkerung angewiesen und rät Einbruchsopfern, schnellstens den Polizeinotruf 113 zu tätigen, das Haus abzusperren und auf das Eintreffen der Polizei zu warten.

Von äußerster Wichtigkeit für die Polizei sind Beobachtungen der Anwohner über auffällige Personen oder Fahrzeuge welche in der Nachbarschaft gesehen wurden. Dabei kann es sich um eventuelle Vorbereitungsmaßnahmen handeln wie z.B. scheinbar planloses Abfahren der Wohngegend oder Beobachten eines Hauses, Anlegen von Verstecken und das Abstellen von fremden, auffälligen Fahrzeugen. Entsprechende Feststellungen sollten unbedingt und sofort der Polizei über den Notruf 113 gemeldet werden damit diese noch vor Ort einschreiten kann.

Primär sind private Wohnungen und Einfamilienhäuser die auserkorenen Objekte der Täter und die Vorstellung von Verbrechern, die in das eigene Zuhause eindringen und den gesamten Hausrat zerwühlen, löst Besorgnis und Unbehagen aus. Zu den bevorzugten Beutestücken gehören Geld, Schmuck, Laptops und Handys.

Für das laufende Jahr konnten 195 Fälle aufgeklärt werden, 236 Täter wurden ermittelt. Dabei handelt es sich oftmals um Mehrfachtäter, die auch für andere Delikte (Raub, Diebstahl, Betrug,) in Frage kommen.

Ratschläge für Opfer von Einbruchsdiebstahl

Neben der Einbruchvermeidung fällt der Tatortuntersuchung eine extrem wichtige Bedeutung zu. Deswegen gilt für Opfer eines Einbruchs, auch wenn es schwer fällt, den Tatort so belassen wie er aufgefunden wurde. Aufräumarbeiten, Putzen sowie Überprüfungen im oder um das Haus sollten unbedingt unterlassen werden. Es besteht das Risiko, wertvolle Spuren und Hinweise auf die Täter, unwiederbringlich zu verändern oder zu zerstören. Die Aussicht auf eine erfolgreiche Polizeiarbeit wird verringert sich dadurch drastisch.

Beratung und Information der Abteilung „Prévention du Crime“

Wie man sein Haus oder seine Wohnung am besten in punkto Sicherheitstechnik ausstattet, erfährt man zudem über den nationalen Präventionsdienst der Polizei. Eine persönliche Beratung im eigenen Zuhause oder eine Besichtigung der Ausstellung zum Thema „technischer Einbruchsschutz“ im Gebäude der Cité Policière Grand-Duc Henri auf Luxemburg-Kalchesbréck können unter

Section Prévention du Crime

Guy HOLCHER / Marc RAGNACCI) Tél. : (+352) 4997 2333Fax : (+352) 4997 2399

vereinbart werden.

Weitere Informationen hält jede Polizeidienststelle bereit oder sind auf der Internetseite der Polizei www.police.lu zu finden.


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