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Krankheitswelle ist abgeflacht: Gehäufte Todesfälle in der Grippesaison
Lokales 16.02.2017

Krankheitswelle ist abgeflacht: Gehäufte Todesfälle in der Grippesaison

Die Sterblichkeitsrate steigt in der Grippesaison.

Krankheitswelle ist abgeflacht: Gehäufte Todesfälle in der Grippesaison

Die Sterblichkeitsrate steigt in der Grippesaison.
Foto: Shutterstock
Lokales 16.02.2017

Krankheitswelle ist abgeflacht: Gehäufte Todesfälle in der Grippesaison

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
In der Grippesaison 2016/17 verstarben pro Woche 40 Menschen mehr als im wöchentlichen Schnitt. Laut Gesundheitsministerium handelt es sich jedoch um eine "zeitliche Verschiebung der Mortalität".

(dho) - Dieses Jahr ist eine höhere Sterblichkeitsrate in der Zeit der Grippesaison zu verzeichnen als in den vergangenen Jahren. Das Grippevirus tritt hierzulande besonders zwischen Dezember und Februar auf. Der Höhepunkt der Welle war Mitte Januar. Dies geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CSV-Abgeordneten Jean-Marie Halsdorf an Gesundheitsministerin Lydia Mutsch hervor.

Die wöchentliche Sterblichkeitsrate liegt laut Gesundheitsministerium in Luxemburg durchschnittlich bei 80 Personen. In der Grippesaison liegt sie dagegen höher. Im Januar gab es ein Jahresmaximum von 120 Personen pro Woche. Bei den Verstorbenen handle es sich überwiegend um Personen, die gesundheitliche Probleme hatten oder die anfälliger auf den Virus reagierten, da sie am Lebensende standen. Direkt nach der Grippesaison lag die wöchentliche Sterberate in den vorigen Jahren gewöhnlich zeitweise unter der durchschnittlichen.

Grippe nicht als Todesursache

Meist ist die Grippe nicht die direkte Todesursache, sondern es bestehen bereits gesundheitliche Probleme, die sich durch die Symptome der Grippe verschlimmern, so Gesundheitsministerin Lydia Mutsch.

Die erhöhte Sterblichkeitsrate in der Grippesaison sei darauf zurückzuführen, dass durch Krankheiten extrem geschwächte Menschen früher sterben würden. Es handle sich also sozusagen um eine „zeitliche Verschiebung der Mortalität“.

Mehr Fälle als vergangenes Jahr

Was aber ist nun die Ursache, wieso nicht nur in Luxemburg, sondern auch in Frankreich und Deutschland die Sterblichkeitsrate während der Grippesaison dieses Jahr besonders hoch war?

Der Grund sei schwer zu ermitteln, so eine Verantwortliche des Gesundheitsministeriums. Da das Grippevirus sich von Jahr zu Jahr verändert, bestehe die Möglichkeit, dass das menschliche Immunsystem das Virus dieses Jahr schlechter erkennen konnte. Auch das Wetter könnte einen Einfluss auf die Verbreitung des Virus gehabt haben.


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