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Krankenversicherung: Acel fordert schnelle Lösung
Lokales 15.03.2012

Krankenversicherung: Acel fordert schnelle Lösung

Der "Guide du Futur Diplômé" ist ab sofort erhältlich.

Krankenversicherung: Acel fordert schnelle Lösung

Der "Guide du Futur Diplômé" ist ab sofort erhältlich.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 15.03.2012

Krankenversicherung: Acel fordert schnelle Lösung

Die Studentenvereinigung Acel drängt auf eine schnelle Lösung für die 400 Studenten aus EU-Drittländern, denen in Luxemburg hohe Beiträge für die Krankenversicherung drohen. Bis Ende September müsse eine dauerhafte Regelung gefunden werden, sagte Acel-Sekretär Heng Thillen.

(vb) – Die Studentenvereinigung Acel drängt auf eine schnelle Lösung für die 400 Studenten aus EU-Drittländern, denen in Luxemburg hohe Beiträge für die Krankenversicherung drohen. Bis Ende September müsse eine dauerhafte Regelung gefunden werden, sagte Acel-Sekretär Heng Thillen.

Anfang des Jahres hatte das Hochschulministerium eine Übergangslösung vereinbart: Für die rund 400 betroffenen Studenten, die sich selbst versichern müssen, zahlt die Uni Luxemburg die Beiträge – allerdings nur bis September. Zu Beginn des Wintersemesters im Oktober müsse eine dauerhafte Lösung her, fordert die Acel. Für die Studenten, die meist aus ärmeren Ländern kommen, seien die 98 Euro an Monatsbeiträgen nicht zu finanzieren.

Die Regelung im Zuge der Gesundheitsreform betrifft Studenten, die nicht über ihre Eltern sozialversichert sind. Für Studenten aus EU-Ländern ändert sich nichts, da sie durch Sozialversicherungsabkommen abgedeckt sind.

"Derzeit müssen diese Studenten die gleichen Beiträge zahlen wie ein RMG-Empfänger. Wir fordern ein eigenes Statut für Studenten, mit Beiträgen von etwa 25 Euro pro Monat", erklärt Heng Thillen. Nach Meinung der Acel haben sowohl das Hochschulministerium als auch die Gesundheitskasse CNS das Problem erkannt, sie würden sich aber den Ball gegenseitig zuspielen.

Strengere Kriterien bei Stipendien

Sorgen machen der Acel auch die rigorose Haltung des Hochschulministeriums bei der Vergabe von Stipendien. Bekommt ein Student mehrfach schlechte Noten, würde ihm in letzter Zeit häufiger gedroht, die Zahlungen einzustellen. Der Cedies sei in letzter Zeit strenger geworden, bedauert die Acel und rät Studenten, die von der Sperrung betroffen sind, einen Beratungstermin bei der Acel zu vereinbaren. Wenn der Student die schlechten Ergebnisse begründen könne, sei es in vielen Fällen möglich, das Stipendium weiter gezahlt zu bekommen.

Am Freitag stellte die Acel außerdem die neue Ausgabe ihres "Guide du Futur Diplômé" vor. Der Ratgeber informiert Studenten in den Prüfungssemestern über Stellensuche, Bewerbungen sowie Steuer- und Arbeitsrecht. In einem weiteren Kapitel beschreiben Ex-Studenten ihre ersten Schritte im Arbeitsleben.

Der "Guide du Futur Diplômé" ist in Filialen der Spuerkeess, in den SPOS-Büros der Lyzeen, bei der Adem, dem Cedies und auf Anfrage beim Vorstand der Acel erhältlich.