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Krankenhaus-Parktarife: ULC enttäuscht über Reaktionen
Lokales 2 Min. 19.02.2018

Krankenhaus-Parktarife: ULC enttäuscht über Reaktionen

Die ULC fordert, dass sich Krankenhäuser und Gesundheitsministerium in einer Gemeinschaftsaktion der Parkproblematik annehmen.

Krankenhaus-Parktarife: ULC enttäuscht über Reaktionen

Die ULC fordert, dass sich Krankenhäuser und Gesundheitsministerium in einer Gemeinschaftsaktion der Parkproblematik annehmen.
Foto: Anouk Antony/LW-Archiv
Lokales 2 Min. 19.02.2018

Krankenhaus-Parktarife: ULC enttäuscht über Reaktionen

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Anfang des Monats hatte der Konsumentenschutz die hohen Parktarife in den Krankenhäusern angeprangert. Es scheint jedoch, als würde sich niemand direkt zuständig fühlen.

Anfang des Monats hatte die Union Luxembourgeoise des Consommateurs (ULC) die hohen Parktarife in den Krankenhäusern angeprangert. Die Reaktionen fielen jedoch eher verhalten aus und waren alles andere als zufriedenstellend für die ULC, die sich in einem Presseschreiben erneut zu Wort meldete. Vor allem drei Punkte werden kritisiert: 

  • Es wird bei den Parkgebühren in den Krankenhäusern kein Unterschied gemacht, ob Familienangehörige oder Freunde einen Patienten besuchen, oder ob es sich um jemanden handelt, der sich in Behandlung oder im Wartesaal befindet. Auch Eltern, die tagsüber oder nachts bei ihrem kranken Kind anwesend sein müssen, würden die gleichen überteuerten Tarife zahlen.
  • Die Rechtfertigung für die Tarife seitens der Direktion der Hôpitaux Robert Schuman lässt die ULC ebenfalls nicht gelten. In einem Antwortschreiben war erklärt worden, dass die Parkhäuser weder über den "Fond hospitalier" mit staatlichen Geldern subventioniert würde, noch von der Gesundheitskasse (CNS) den Spitälern eine finanzielle Hilfe erteilt würde. Auch mit dem Verweis auf die gute Anbindung an den öffentlichen Transport ist es laut ULC nicht getan. Je nach Gesundheitszustand des Patienten müsse auf ein Auto zurückgegriffen werden.
  • Die „Gesundheitsministerin (würde) den Ängsten und Sorgen der kranken Menschen und deren Umfeld betreffend der drastischen Parkgebühren eher teilnahmslos gegenüber steh(en)“.

Die ULC ist jedoch überzeugt von einem positiven therapeutischen Effekt, den Familienangehörige, Freunde und Bekannte auf den Kranken, den sie besuchen, haben. Deshalb sei ein finanzieller staatlicher Zuschuss für die Unterhalts- und Instandhaltungskosten der Parkhäuser der Spitäler zu gewähren.

Die Krankenhäuser und das Gesundheitsministerium sollten sich außerdem in einer Gemeinschaftsaktion der Parkproblematik annehmen, um die Parkpreise zu senken oder gratis Stellplätze anzubieten.

Was bisher geschah:

Die Direktion der Hôpitaux Robert Schuman (zu denen die Clinique Bohler, Hôpital Kirchberg, Zithaklinik und die Clinique Ste Marie gehören) antwortete in einem Schreiben, dass die Krankenhaustiefgaragen und Parkplätze sich selbst finanzieren müssten und sie keine finanzielle Hilfen seitens des Staates erhielten.

Die Sprecherin des Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM) erklärte, man sei sich durchaus der Problematik bewusst, die ebenfalls im Krankenhaus in Esch/Alzette Thema sei, könne aber daran nichts ändern, da das Parkhaus von einem privaten Anbieter betrieben werde, der die Preise festsetze. 

Eine Antwort auf eine parlamentarische Anfrage an Gesundheitsministerin Lydia Mutsch steht noch aus, jedoch ließ eine Sprecherin bereits verlauten, dass das Gesundheitsministerium nicht zuständig sei. Die Parkhaustarifproblematik liege im Kompetenzbereich der Krankenhäuser.



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