Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Krankenhäuser treffen Vorkehrungen
Lokales 2 Min. 23.10.2020

Krankenhäuser treffen Vorkehrungen

Die Armee hat am Freitag Empfangszelte vor dem Krankenhaus in Kirchberg aufgerichtet.

Krankenhäuser treffen Vorkehrungen

Die Armee hat am Freitag Empfangszelte vor dem Krankenhaus in Kirchberg aufgerichtet.
Foto: Hôpitaux Robert Schuman
Lokales 2 Min. 23.10.2020

Krankenhäuser treffen Vorkehrungen

In und um die Spitäler in Luxemburg wird sich intensiv auf eine weitere Zunahme von Corona-Fällen vorbereitet. Interne Infektionscluster erschweren die Planung.

(str) - Sie sind das Rückgrat im Kampf gegen die Corona-Pandemie: Luxemburgs Krankenhäuser. Doch auch deren Organisation wird durch die steigenden Fallzahlen empfindlich gestört. Das bestätigten auch Premierminister Xavier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Freitag  im Pressebriefing. Zuvor hatten mehrere Krankenhäuser Meldungen zu Infektionsclustern bestätigt.


16.11.2020, Berlin: Carolyn Krause, Studienassistentin, hält ein Röhrchen mit dem Tupfer für den PCR in der Hand. Für die Coronavirus-Antikörper-Studie "CORONA-MONITORING lokal" des Robert-Koch-Instituts werden eingeladene Erwachsene auf Antikörper untersucht, ein Rachenabstrich durchgeführt und zu ihrer Gesundheit befragt. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Luxemburg: 773 Neuinfektionen, sechs Todesfälle
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus hat wieder die Marke von 700 überstiegen, wie aus den aktuellen Zahlen der Santé hervorgeht. Die Infos vom Tag im Ticker.

So hatte der Centre hospitalier Emile Mayrisch gemeldet, dass 21 Patienten und 13 Beschäftigte der Klinik in Niederkorn positiv getestet wurden. Die betroffenen Patienten wurden in die Covid-Abteilung des Escher Krankenhauses verlegt. 58 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen wurden präventiv in Quarantäne gesetzt.

Auch im hauptstädtischen Centre hospitalier de Luxembourg sind 30 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. 60 weitere wurden vorsorglich in Quarantäne versetzt.

Armee richtet Empfangszelte auf und ab

Vor der Empfangshalle für Krankenwagen hat der Centre hospitalier du Nord in Ettelbrück bereits am Donnerstag mit Unterstützung der Armee Großraumzelte abgerichtet. Anstatt in den Zelten werden Covid-Patienten in Ettelbrück nun in einem abgetrennten Bereich im Gebäudeinnern empfangen. 

In Ettelbrück wurden indes am Donnerstag Zelte abgebrochen.
In Ettelbrück wurden indes am Donnerstag Zelte abgebrochen.
Foto: Centre hospitalier du Nord

Das soll es ermöglichen, alle Patienten bestmöglich zu betreuen und eine größtmögliche Sicherheit durch getrennte Behandlungswege zu gewähren, teilt das Krankenhaus mit.

In Kirchberg hingegen hat die Armee am Freitag erneut Zelte im Eingangsbereich aufgestellt – auch das erfüllt den Zweck, den Patientenfluss sicherer handhaben zu können.  

Polikliniken werden umorganisiert

Aus Sicherheitsgründen müssen die Termine für die Poliklinik, die Röntgen- und die Endoskopieabteilung in Ettelbrück im Voraus über Tel. 8166-8166 oder via www.chdn.lu vereinbart werden.


CHEM: Notaufnahme in Niederkorn ab Freitagabend geschlossen
Die Notaufnahme der Poliklinik in Niederkorn schließt am Freitagabend ihre Türen.

Der Centre hospitalier Emile Mayrisch hat die Poliklinik in Niederkorn von Freitagabend an geschlossen. Jene in Esch/Alzette bleibt rund um die Uhr zugänglich. Aber auch hier wird auf eine strikte Trennung zwischen Covid- und Nicht-Covid-Patienten geachtet.


Stufe 3 im Visier

Falls die Zahl der positiven Fälle und auch der Krankenhausaufenthalte weiter steigt, wird möglicherweise in den kommenden Tagen die Stufe 3 des Krankenhausplans ausgelöst. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits auf Hochtouren.

Diese Pläne sehen unter anderem weitreichende Einschränkungen bei nicht dringenden Behandlungen von Patienten vor – um die Kräfte für die Versorgung von kritischen Corona-Patienten zu bündeln, so wie es bereits im Frühjahr bei der ersten Covid-Welle der Fall war. 

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema