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Krankenhäuser haben Pandemietest bestanden
Lokales 2 Min. 16.06.2020

Krankenhäuser haben Pandemietest bestanden

Die Notaufnahmen, wie hier in HRS in Kirchberg, mussten komplett umorganisiert werden.

Krankenhäuser haben Pandemietest bestanden

Die Notaufnahmen, wie hier in HRS in Kirchberg, mussten komplett umorganisiert werden.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 16.06.2020

Krankenhäuser haben Pandemietest bestanden

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Laut Gesundheitsministerin Paulette Lenert hätten die Krankenhäuser dank einer guten Organisation die Pandemiewelle gut bewältigt. Nun gelte es, die normale Aktivität wieder hoch zu fahren.

Während der Corona-Krise wurde in sämtlichen Großkrankenhäusern CHL, CHEM, CHRS und CHdN  ein Teil der regulären Pflegestationen  Covid-19 Patienten vorbehalten. Das gleiche gilt für die Intensivstationen in diesen vier Krankenhäusern: ein gewisser Teil davon war einzig für Covid-19 Patienten bestimmt, so Gesundheitsministerin Paulette Lenert in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage des DP-Abgeordneten Gusty Graas. 

Dieser hatte  sich danach erkundigt, welche Gesamtfläche der Krankenhäuser für Corona-Patienten zur Verfügung stand und wie die Zahl der in den Krankenhäusern behandelten Patienten sich insgesamt entwickelte. Eine bestimmte Fläche sei dabei nicht festgelegt worden, so die Ministerin. Man habe sich hier nach der Funktionalität der Räumlichkeiten gerichtet und vor allem darauf geachtet, infektiöse und reguläre Patienten geografisch voneinander zu trennen. Jeder Notdienst hat deswegen eine zweite Behandlungslinie aufgebaut mit eigenem Untersuchungsraum und eigenem Scanner.


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45 Prozent der Beatmungskapazitäten

Auf dem Höhepunkt der Pandemie Mitte April hatte jedes dieser Krankenhäuser zwischen 10 und 15 Patienten auf der Intensivstation. Dies entspricht  laut der Gesundheistministerin rund 45 Prozent der Beatmungskapazitäten  in Nicht-Pandemie-Zeiten. Zugleich wurden zu diesem Zeitpunkt 15 bis 18 Prozent der gewöhnlichen Krankenhausbetten von Covid-19 Patienten belegt.

Über Zahlen betreffend das Personal, das ausschließlich Covid-19 Patienten behandelte, verfügt das Ministerium laut Paulette Lenert nicht. Die Stationen seien aber je nach Bedarf personnel aufgestockt worden. Jedes Krankenhaus habe dabei eigenständig die interne Organisation abgewickelt.

Rückgang bei nicht-infektiösen Patienten

Insgesamt haben die vier Großkrankenhäuser im Januar und Februar 8.232 bzw. 7.869 Patienten behandelt. Im März, April und Mai fielen diese Zahlen auf 6.390, 4.490 und 5.652 Patienten. Die Patienten mieden also die Krankenhäuser während der Pandemie, insgesamt ist laut Ministerin ein Rückgang um 30 Prozent zu verzeichnen. 

Laut Paulette Lenert sei es den Krankenhäusern sehr gut gelungen, auf die Pandemie zu reagieren, dringende Krankheitsfälle trotzdem zu behandeln und weniger dringende zu verschieben. So waren auf dem Höhepunkt der Pandemie ein Drittel der Betten mit regulären Patienten belegt, ein Anteil der seit Anfang Mai aber wieder deutlich steigt. Laut Ministerin würden die Krankenhausaktivitäten zurzeit wieder hochgefahren, das Vor-Krisenniveau sei aber noch nicht erreicht. Aktuell würde die Gesamtauswertung der Pandemiedaten noch laufen. Ihre Auswertung sei wichtig um für den Fall einer zweiten Welle gewappnet zu sein.

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