KPMG setzt ein Zeichen in Kirchberg

Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler legt den Grundstein für den zukünftigen Firmensitz, in dem 1600 Mitarbeiter Platz haben.

Infrastrukturminister Claude Wiseler (2.v.l.) legte den Grundstein für das neue KPMG-Gebäude gemeinsam mit Laurye Pexoto, Karin Riehl, François Valentiny und Marc Giorgetti (v.l.n.r.).
Infrastrukturminister Claude Wiseler (2.v.l.) legte den Grundstein für das neue KPMG-Gebäude gemeinsam mit Laurye Pexoto, Karin Riehl, François Valentiny und Marc Giorgetti (v.l.n.r.).
Foto: Gerry Huberty

(san) - Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG zieht 2014 nach Kirchberg. Der zukünftige Firmensitz, für den am Montag der Grundstein gelegt wurde, wurde vom Luxemburger Architekten François Valentiny entworfen. Mit seiner aufwendigen Fassade aus Kortenstahl wird das Gebäude den Stadtteil nachhaltig prägen.

Es ist das erste Gebäude, das KPMG in Luxemburg baut. Bislang arbeiten die rund 1100 Beschäftigten an drei verschiedenen Standorten in Limpertsberg und in Strassen. Ein viertes Gebäude wird in den kommenden Monaten noch kurzfristig hinzukommen, bis der Bau an der Avenue John F. Kennedy in Kirchberg abgeschlossen ist.

Das Projekt unterstreicht die Zuversicht der KPMG-Partner in die Zukunft ihres Unternehmens. In dem neuen Gebäude, mit einer Fläche von 17.000 Quadratmetern, haben insgesamt 1600 Mitarbeiter Platz. Ein ganzes Stockwerk wird beim Einzug 2014 leer bleiben. Die Firma rechnet also damit, dass sie auch in Zukunft weiter wachsen wird. Das Gebäude sei den Bedürfnissen der Firma angepasst und ebenfalls unter Berücksichtigung ökologischer Faktoren entworfen worden, erklärt KPMG Managing Partnerin Karin Riehl. Der Kostenfaktor für das gesamte Projekt liege bei 75 bis 80 Millionen Euro, davon 50 Millionen Euro Baukosten.

Stahl-Fassade fällt aus dem Rahmen

Der zukünftige KPMG-Firmensitz wurde von François Valentiny entworfen und fällt, wie die meisten Gebäude, die der Luxemburger Architekt zeichnet, aus dem üblichen Rahmen. Die Fassade aus witterungsbeständigem Oxid-Rot wird aus Kortenstahl angefertigt und soll auf die von der Stahlindustrie geprägte Vergangenheit Luxemburgs hinweisen. "Das Gebäude soll das unverwechselbare Image von KPMG nach außen hin darstellen“, erklärt der Architekt.

Den Grundstein hat Infrastrukturminister Claude Wiseler am Montag gelegt, in seiner Funktion als politischer Verantwortlicher des „Fonds du Kirchberg“, bei dem KPMG das Baugelände erworben hat. „In zehn bis 20 Jahren werden rund 50.000 Menschen in Kirchberg arbeiten“, prognostiziert er. Deswegen sei es nötig, auch in diesem Stadtteil auf eine „schöne und nachhaltige Architektur“ Wert zu legen.