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Klimastreik: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Lokales 2 Min. 23.09.2021
Youth for Climate

Klimastreik: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Am Freitag werden weltweit wieder Klimastreiks stattfinden.
Youth for Climate

Klimastreik: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Am Freitag werden weltweit wieder Klimastreiks stattfinden.
Foto: AFP
Lokales 2 Min. 23.09.2021
Youth for Climate

Klimastreik: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Jean-Philippe SCHMIT
Jean-Philippe SCHMIT
Am Freitag wird, zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr, der erste größere Schülerstreik nach Corona stattfinden.

Nach fast genau zwei Jahren werden die Schüler wieder gegen den Klimawandel demonstrieren. Youth for Climate Luxembourg hat für Freitag einen landesweiten Schulstreik angekündigt. „Unsere letzte große Demo mit über 1.000 Teilnehmern fand am 27. September 2019 statt“, erinnert sich die Organisatorin Zohra Barthelemy. 

Danach war vorerst Schluss. Der Protest folgte den Schülern in den digitalen Raum. Seit einer Woche sind die Sommerferien vorbei und die Schüler gehen wieder auf die Straße. Die Demonstration wurde mit dem Schulministerium und der Polizei abgesprochen. 


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Seit Mittwoch liegen in den Sekretariaten der Lyzeen Formulare aus, mit denen sich die Teilnehmer vom Unterricht freistellen lassen können. Das Formular muss bis Freitag 09.00 Uhr beim Sekretariat abgeben worden sein. 

„Wir wissen nicht, wie viele Schüler am Streik teilnehmen werden“, erklärt Natascha Lepage von Youth for Climate. Die Mitorganisatorin hofft auf rund 1.000 Teilnehmer, es könnten aber auch weniger sein. „Wir wissen nicht, wie die neue Schülergeneration zum Klimastreik steht“, sagt sie. 

Zwei Jahre ohne Demo

Zwei Jahre ohne Demo sind für einen Jugendlichen eine lange Zeit. „Die unteren Jahrgänge haben den Klimastreik noch nie erlebt“, erklärt Natascha Lepage. „Als wir damals damit begonnen haben, besuchten sie noch die Primärschule.“

Freitag 09.00 Uhr ist der Startpunkt für den ersten Klimastreik nach Corona. Gegen diese Uhrzeit werden sich viele Schüler aus dem Unterricht verabschieden und in Richtung Hauptbahnhof aufbrechen. „Für die Schulen, die nicht in der Nähe eines Bahnhofs liegen, organisieren wir Busse“, so Natasha Lepage. 

Straßensperrungen   

Die Schüler des Campus Geeseknäppchen organisieren ihren Marsch in Richtung Gare auf eigne Faust. „Die Polizei ist informiert, dass am Freitag viele Schüler auf den Straßen unterwegs sein werden“, sagt Natasha Lepage. Der Umzug vom Geeseknäppchen in Richtung Gare wird von Polizeibeamten begleitet. Straßensperrungen soll es aber keine geben, das wird erst später der Fall sein.

„Gegen halb elf brechen wir vom Hauptbahnhof auf“, erklärt die Organisatorin. Von der avenue de la Liberté über den Pont Adolphe und die Rue Philippe II kann es dann – je nach Zahl der Teilnehmer – zu Verkehrsbehinderungen kommen. „Die Tramschienen werden frei bleiben“, ergänzt Lepage. „Wir halten den Tram nicht auf.“ Ambulanzen werde man auch durchfahren lassen, über den restlichen Verkehr wollte sie sich nicht äußern. 

Coronaregeln   

Zu allzu großem Gedränge soll es aber nicht kommen, die Teilnehmer sind dazu aufgerufen, die notwendigen Sicherheitsabstände einzuhalten. Um zu verhindern, dass sich das Coronavirus ausbreitet, haben die Organisatoren strenge Coronaregeln erstellt. Während der gesamten Veranstaltung herrscht Maskenpflicht. Ein Sicherheitsteam wird die Einhaltung der Coronaregeln überwachen. 

Der Glacis ist der Zielort des Schülerumzugs. Dort wird eine Bühne aufgebaut und die Schüler können ihre Forderungen vortragen. „Wir haben auch ein paar Künstler eingeladen, es wird auch Musik geben.“ Gegen 14.00 Uhr ist der ganze Spuk vorbei, dann soll sich die Demo auflösen. 


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„Das Entschuldigungsschreiben gibt den restlichen Tag frei“, sagt Natascha Lepage. In vielen Schulen sei am Freitag sowieso schon um 14 Uhr Schulschluss. Zurück zur Schulbank muss also niemand. „Ich persönlich werde aber zurück in die Schule gehen. Ich versuche so wenig wie möglich zu verpassen.“

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