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Klimaaktivisten rufen zu zivilem Ungehorsam auf
Im März hatten sich viele Schüler und Studenten für eine Demo auf dem Knuedler eingefunden.

Klimaaktivisten rufen zu zivilem Ungehorsam auf

Foto: Luxemburger Wort
Im März hatten sich viele Schüler und Studenten für eine Demo auf dem Knuedler eingefunden.
Lokales 2 Min. 15.05.2019

Klimaaktivisten rufen zu zivilem Ungehorsam auf

Am 24. Mai werden die Schüler wieder aufgerufen, ihre Überzeugung kund zu tun. Ab 15 Uhr soll in Kirchberg demonstriert werden. Schulfrei wurde nicht angefordert.

(dho) - Weltweit gehen junge Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. Auch in Luxemburg versuchen sie die Politik von einem Umdenken und der Dringlichkeit des Themas zu überzeugen.


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Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Am Donnerstag findet zu diesem Thema eine Aktualitätsstunde statt, die von Déi Lénk angefordert wurde. Doch reden allein reicht den Aktivisten nicht. Daher wollen die Schüler auch an diesem Tag Menschen mobilisieren. Mit der Facebookgruppe "Climate emergency NOW!" welche von den Organisationen "Rise for Climate Luxembourg" und "Youth For Climate Luxembourg" verwaltet wird, wird die Bevölkerung aufgefordert, sich am Donnerstag um 13 Uhr auf dem Krautmaart einzufinden, um zu demonstrieren. Sie sollen die Bänke im Parlament füllen und vor der Tür Lärm machen.

Dies soll aber nicht die letzte Protestaktion gegen die momentane Klimapolitik sein. Am Freitag den 24. Mai, zwei Tage vor der Europawahl in Luxemburg, gehen Schüler wieder für den Klimaschutz auf die Straße. Die von "Youth for Climate" organisierte Protestaktion wird dieses mal unter dem Namen "Occupy for Climate" stattfinden, um 15 Uhr an der Place de l'Europe in Kirchberg. Die Europawahlen würden drängen, daher solle der Moment genutzt werden um Druck auszuüben, steht in ihrem Appell auf Facebook.

Bei der zweiten großen Klima-Demo am 24. Mai wird es vor allem einen wichtigen Unterschied zu der er zur ersten Klimaschutzdemo am 15. März geben. Anders als beim letzten mal wird es diesmal kein schulfrei geben. Die Organisatoren haben entschieden, dies nicht beim Bildungsministerium anzufragen. Vor der ersten Demo im März hatte Erziehungsminister Claude Meisch ein Rundschreiben an die Direktoren aller luxemburgischen Lyzeen adressiert, dass sie ihre Schüler für den damaligen Protest frei stellen dürften.

Auf Nachfrage bestätigt die Pressesprecherin des zuständigen Ministeriums, dass versucht wurde mit der Organisation Kontakt aufzunehmen, um die Modalitäten des Streiks zu klären. Ein Treffen sei aber abgelehnt worden. Auch auf Presseanfragen will "Youth for Climate" erst nach dem Streik reagieren. Die Verantwortlichen würden aus der Aktion einen "Akt des zivilen Ungehorsam" machen wollen. 

Vor einigen Tagen wurde auf der "Youth for Climate" Facebook-Seite ein Beitrag geteilt, in dem stand, freiwillige Demonstranten könnten sich in den vordersten Reihen platzieren und festnehmen lassen. Kurz nach der Veröffentlichung verschwand der Beitrag jedoch wieder. Bei angemeldeten Demonstrationen kommt es generell nicht zu Festnahmen.


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