Klarstellung von Prosper Klein zur "Staatsaffäre" Bommeleeër

Anhörungsprotokoll der "Konfrontations-Sitzung" vom 18. Dezember verlesen

Ex-Untersuchungsrichter Prosper Klein hatte mit seiner Aussage: "De Bommeleeër ass eng Staatsaffär, déi net opgeklärt ginn dierf", für viel Aufsehen gesorgt.
Ex-Untersuchungsrichter Prosper Klein hatte mit seiner Aussage: "De Bommeleeër ass eng Staatsaffär, déi net opgeklärt ginn dierf", für viel Aufsehen gesorgt.
Foto: Archiv

(str) - Recht unspektakulär hat die Woche im Bommeleeër-Prozess begonnen. Am Montag und am Dienstag werden nämlich lediglich das Protokoll der 106. Sitzung vom 18. Dezember 2013 verlesen. Damals waren Charles Bourg, Aloyse Harpes, Patrick Heck, Prosper Klein und Armand Schockweiler bei mehreren Gegenüberstellungen konfrontiert worden. Nach der „Aktierung“ ist der Weg frei für weiterführende rechtliche Schritte, wie etwa eine Anzeige wegen eidlicher Falschaussage oder wegen Strafvereitlung im Amt.

Der erste Teil der Lesung betraf die Konfrontationen zwischen Klein und Harpes sowie Klein und Schockweiler. Im Anschluss stellte Ex-Untersuchungsrichter Prosper Klein klar, dass seine Schlussfolgerung, der Bommeleeër-Fall sei eine „Staatsaffäre, die nicht aufgeklärt werden darf“, auf einer kombinierten Verschwörung beruhe: Colonel Harpes habe versucht, dem Untersuchungrichter vorzuschreiben, welche Ermittlungen er mit welchen Ermittlern zu führen habe. Das sei ein flagranter Verstoß gegen den „Code d'instruction criminelle“ durch einen „Officier de police judiciare“. Sûreté-Chef Schockweiler habe einfach geschwiegen. Und von Generalstaatsanwalt Camille Wampach habe es keinerlei Rückendeckung gegeben.

Inzwischen wisse er aber, dass Harpes von Generalstaatsanwalt Wampach und Minister Fischbach den „Tëppelchen op den i gesat kritt huet“, er solle sich nicht in Ermittlungen einmischen. Dies sei insoweit relevant, dass, wenn er damals gewusst hätte, dass Wampach seine Meinung teilt, er sicher ganz anders gegenüber Colonel Harpes aufgetreten wäre, so Prosper Klein.