Klare Regelung verhindert: ProSud-Syndikat bröckelt
(LE/vb) - Nachdem die Gemeinde Kayl aus dem Gemeindesyndikat ProSud austreten will, will nun auch der Bürgermeister von Käerjeng, Michel Wolter, seinen Gemeinderat zu diesem Thema befragen. Der ProSud-Vorstand hat am Montag Morgen einen Vorschlag Wolters abgelehnt, der die Statuten dahingehend ändern wollte, dass klare Regeln für einen Austritt bestehen.
Am Montag sagte der Käerjenger Bürgermeister Michel Wolter (CSV), er wolle die Entscheidung des ProSud in seinem Gemeinderat zur Sprache bringen.
Wolter will klare Regeln zum Austritt von Gemeinden in die Stauten von ProSud einfügen. Wolter möchte außerdem erreichen, dass die ProSud-Gemeinden alle ihren Bürgermeister zu den Syndikats-Sitzungen entsenden. Bisher sind einige Gemeinden auch durch Schöffen oder Gemeinderatsmitglieder vertreten.
Finanzielle Lähmung droht.
Zudem gab Wolter klar zu verstehen, dass seine Gemeinde keine zusätzlichen Kosten, die durch einen Austritt von Kayl entstehen werden, tragen wird. Dazu zählte er auch etwige Anwaltskosten. Da Kayl offenbar nicht vor hat weiterhin Beitragszahlungen zu leisten und die Funktionskosten des ProSud demnach unter den verbleibenden Mitgliedern aufgeteilt werden müssten, könnte diese Position das ProSud ohnehin finanziell lähmen.
Indes kündigte der Bürgermeister von Sassenheim, Georges Engel in der gleichen Sitzung an, dass seine Gemeinde dem ProSud zwei Jahre geben will, um seine Daseinsberechtigung unter Beweis zu stellen. Danach könnte demnach auch Sassenheim seine Mitgliedschaft kritisch hinterfragen.
Desweiteren war in der ProSud Vorstandssitzung vom Montag zu erfahren, dass die Zukunft des ProSud-Night-Rider-Dienstes der gemeinsam mit der Firma Sales-Lentz und den Gemeinden angeboten wird, in Zukunft in Frage gestellt sein könnte. Dies aufgrund einer Entscheidung des Ministeriums die Subventionierungsmethoden zu überdenken.
Weitere Einzelheiten zur ProSud Sitzung lesen sie im Luxemburger Wort vom 3. Februar.