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Kirche und Familie: Kluft zwischen Leben und Lehre
Lokales 12.02.2014 Aus unserem online-Archiv

Kirche und Familie: Kluft zwischen Leben und Lehre

Kirche und Familie: Kluft zwischen Leben und Lehre

Lokales 12.02.2014 Aus unserem online-Archiv

Kirche und Familie: Kluft zwischen Leben und Lehre

Das Leben der Gläubigen und die Lehre der Kirche klaffen auseinander. Auch in Luxemburg. Das geht zumindest aus den Luxemburger Antworten auf die weltweite Vatikan-Umfrage im Vorfeld einer großen Bischofssynode in Rom hervor.

Im Herbst wird in Rom die von Papst Franziskus ausgerufene Bischofssynode zur Familie stattfinden. Im Vorfeld dieses Treffens fand eine Umfrage statt, die vom Vatikan ausging und die sich insbesondere mit den Themen Familie, Sexualethik und pastorales Handeln befasst. Nun liegen die Ergebnisse dieser Umfrage, an der sich ebenfalls die Luxemburger Diözese beteiligt hat und die u. a. auch von Laien beantwortet wurde, vor.

Die Antworten und Meinungen wurden  von einer ad hoc Gruppe unter der Leitung von Bischofsvikar Leo Wagener ausgewertet, die in ihrer Einleitung darauf hinweist, dass die allermeisten Antworten von Personen stammen, die sich der Kirche verbunden fühlen. Umso alarmierender erscheinen die Antworten, aus denen eine zunehmende Kluft zwischen der lehramtlichen Verkündigung der Kirche und der Rezeption und Wirkung dieser Lehre bei den Kirchenmitgliedern hervorsticht.

Die Sprache der Kirche und das Empfinden der Menschen

"Aus dem Puzzle der Antworten ergibt sich das Bild einer mehrfachen Kluft", sagt auch Elisabeth Werner, Koordinatorin des "Service de la Pastorale": "Eine Kluft zwischen lehramtlicher Verkündigung und Rezeption und Wirkung dieser Lehre bei den Kirchenmitgliedern; der spürbare Zwiespalt zwischen der Treue zum Lehramt und der praktizierten Barmherzigkeit; das Auseinanderklaffen einer kirchlichen Sprache und der kulturellen Realität, der Sprache und dem Empfinden der Menschen unserer Zeit."

In diese Zusammenhang stehen auch die Aussagen von Erzbischof Jean-Claude Hollerich im Radio RTL und des Trierer Bischofs Stephan Ackermann  in einem Artikel der "Mainzer Allgemeinen". Beide sprechen sich für eine neue Sicht auf Moral und Sozialethik der Kirche aus. (AC)


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