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Kirchberg: Infinity-Komplex soll Viertel beleben
Lokales 6 2 Min. 12.12.2019

Kirchberg: Infinity-Komplex soll Viertel beleben

Die 22 Geschäfte und Restaurants sind auf zwei Etagen. Dahinter der noch unvollendete Wohnturm.

Kirchberg: Infinity-Komplex soll Viertel beleben

Die 22 Geschäfte und Restaurants sind auf zwei Etagen. Dahinter der noch unvollendete Wohnturm.
Foto: Lex Kleren
Lokales 6 2 Min. 12.12.2019

Kirchberg: Infinity-Komplex soll Viertel beleben

Jeff WILTZIUS
Jeff WILTZIUS
Ein neuer Gebäudekomplex mit Geschäften, Luxuswohnungen und Restaurants soll im Stadtteil Kirchberg für Geselligkeit sorgen. Am Donnerstag 17 Uhr war die Eröffnung.

Die Porte de l'Europe in Kirchberg hat ein neues Gesicht. In direkter Nachbarschaft zur Philharmonie, dem Hochhaus, den Türmen des Europäischen Gerichtshofes sowie des EU-Parlaments, steht mit dem Projekt Infinity ein neuer Gebäudekomplex mit Geschäften, Restaurants, Büros und Wohnungen. 

Der Block setzt sich aus drei Bereichen zusammen und ist, aus Richtung Rout Bréck kommend, auf der linken Seite. Vorne steht der kleinere Turm, mit Büroflächen für die Anwaltskanzlei Allen & Overy: 150 Mitarbeiter arbeiten hier auf 6.800 Quadratmetern.

Der mittlere Teil des Komplexes beherbergt auf 6.500 Quadratmetern 22 Restaurants und Geschäfte, unter anderem eine Reiseagentur, ein Frisör und ein Fitnesscenter. Bei der Eröffnung am Donnerstag waren auf den beiden Stockwerken nicht alle Läden geöffnet. Die fehlenden sechs Geschäfte sollen bis Ende Januar folgen, erklärte die Kommunikationsbeauftragte Carole Knutti dem "Luxemburger Wort" auf Nachfrage.


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Dahinter: der hohe Wohnturm. Auf 25 Stockwerken befinden sich 165 Luxusappartements. Die Wohnungen haben mittlerweile alle einen Besitzer, wobei 2017 bereits 50 Prozent verkauft waren. Der Turm soll im Herbst 2020 fertiggestellt werden. 

Begonnen haben die Bauarbeiten Anfang 2017. Gestaltet wurde das Gebäude vom amerikanischen Architekten Bernardo Fort-Brescia in Zusammenarbeit mit "M3 Architectes" aus Luxemburg.  

Neues Zentrum in Kirchberg

"Es ist für uns ein bemerkenswertes Projekt", erklärte am Donnerstag Olivier Bastin, CEO von der privaten Entwicklungsgesellschaft Immobel, im Beisein vom Minister für öffentliche Bauten, François Bausch und Bürgermeisterin Lydie Polfer, den mehr als 100 geladenen Gästen. 

"Auch wenn die Hauptstadt überaus anspruchsvoll mit den gestellten Auflagen war."

Für Ressortminister François Bausch passt das Projekt in die neue Vision für den Stadtteil Kirchberg: "Angefangen hat alles mit einer Autobahn und den Gebäuden für die europäischen Institutionen. Heute arbeiten in Kirchberg fast 44 000 Menschen." Infrastrukturen zu schaffen, sei daher wichtig. 

Da sein Ministerium in direkter Nachbarschaft zum neuen Komplex steht, freut ihn die Eröffnung umso mehr.

Der neue Infinity-Komplex steht neben der Tramstation Philharmonie-Mudam.
Der neue Infinity-Komplex steht neben der Tramstation Philharmonie-Mudam.
Foto: Lex Kleren

"Der Stadtteil Kirchberg bekommt sein Herz zurück", bemerkte Bürgermeisterin Lydie Polfer. Das Stadtviertel brauche mehr Leben. Aus diesem Grund sei dies ein besonderer und wichtiger Augenblick für die Stadt, so die Bürgermeisterin weiter. 

Bauherr in Kirchberg ist der börsennotierte Immobilieninvestor Immobel aus Belgien. Das Unternehmen ist in sechs europäischen Ländern vertreten und verfügt über ein Projektportfolio mit dem Verkaufswert von geschätzten 4,4 Milliarden Euro, so das Unternehmen. 

Derzeit plane die Investorengruppe in Luxemburg weitere Projekte, unter anderem in Mamer, Differdingen und der Hauptstadt.

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