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Keltenfest: Handwerkskunst wie vor 2.500 Jahren
Lokales 16 09.02.2019

Keltenfest: Handwerkskunst wie vor 2.500 Jahren

"Living History": Keltisches Handwerk zum Anfassen.

Keltenfest: Handwerkskunst wie vor 2.500 Jahren

"Living History": Keltisches Handwerk zum Anfassen.
Lucien WOLFF
Lokales 16 09.02.2019

Keltenfest: Handwerkskunst wie vor 2.500 Jahren

Das Biodiversum bringt einem interessierten Publikum die Lebensweise der Kelten mit Modenschauen und Workshops näher.

Von Lucien Wolff

1995 sollte ein neuer Zugangsweg zu einer Abbaustelle für Sand und Kies geschaffen werden. Dabei entdeckte man im Flurgebiet „Klosbaam” zwischen Schengen und Remerschen ein bedeutendes frühgeschichtliches Gräberfeld. Reste einer Körperbestattung in Form von Schmuckstücken weisen darauf hin, dass hier vor 2.500 Jahren ein keltischer Volksstamm mit Männern und Frauen gelebt hat. So wurde die "Dame" oder "Prinzessin von Schengen" geboren, zu Ehren derer noch bis Mai eine Ausstellung im Biodiversum in Remerschen stattfindet. 

Da im Natur- und Waldzentrum ebenfalls archäologische Funde ausgestellt sind, bot das Biodiversum den idealen Rahmen zu einem vom Centre National de la Recherche Archéologique in Bartringen veranstalteten ersten Keltenfest. Keltisches Handwerk zum Anfassen und Mitmachen hieß das Motto der Living-History-Gruppe IG Projekt „Latène”, welche zum ersten Mal in Luxemburg auftrat und deren Mitglieder am Samstag Groß und Klein in die authentische Lebensart der Kelten einführten. 

Bei einer Modeschau erfuhren die Besucher Einzelheiten über die keltische Kleidung. Frauen trugen Rock, Schleier, verzierte Gürtel, Schnabelschuhe und verschiedene Arten von Ringen als Schmuck. Bei den Männern waren es eher seltsame Kopfbedeckungen, Tuniken, Beinkleider und breitere Gürtel, Doppelkammhelm und Trachtenmantel für Krieger, welche oft als Statussymbole des keltischen Adels dienten und das Publikum zum Staunen brachten. 

Vorgestellt wurden Holz-, Leder- und Metallbearbeitung, Spinnen, Färben, Weben und die Kunst des Netzeknüpfens. Kinder durften keltischen Schmuck herstellen und der Workshop Weidenflechten war sogar gleich ausgebucht. Im Mittelpunkt des Keltenfestes stand natürlich die Skulptur der "Prinzessin von Schengen".