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Kein Engpass bei Grippe-Impfstoff
Lokales 18.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Kein Engpass bei Grippe-Impfstoff

Die Engpässe des vergangenen Jahres sollen sich laut Gesundheitsministerium nicht wiederholen.

Kein Engpass bei Grippe-Impfstoff

Die Engpässe des vergangenen Jahres sollen sich laut Gesundheitsministerium nicht wiederholen.
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Lokales 18.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Kein Engpass bei Grippe-Impfstoff

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die Impfstofflieferungen für die Wintersaison sind laut Gesundheitsminister ausreichend.

Die Engpässe bei der Versorgung mit Impfstoffen gegen die saisonale Grippe sollen sich in diesem Jahr nicht mehr wiederholen. In seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des CSV-Abgeordneten Jean-Marie Halsdorf lässt Gesundheitsminister Etienne Schneider durchblicken, dass man nach den Lieferproblemen im vergangenen Jahr vorzeitig Vorsichtsmaßnahmen ergriffen habe.

Vorzeitige Planung

In der Grippesaison 2018 war ein potenzieller Hersteller für Luxemburg buchstäblich in letzter Minute abgesprungen. Zudem war die Nachfrage nach dem Impfstoff ungewöhnlich hoch, sodass bereits Anfang Dezember kein Impfstoff mehr zur Verfügung stand. Nur weil ein anderer Lieferant kurzfristig eingesprungen war, konnten die für Luxemburg bestellten Quantitäten überhaupt geliefert werden. Laut Schneider sei die allgemeine Versorgungslage in der nördlichen Hemisphäre weiterhin angespannt, zudem habe der Hersteller GSK Biologicals seine Liefermengen beschränkt, dies gilt auch für Luxemburg.


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Aus Lieferschwierigkeiten wird ein regelrechter Engpass: In Luxemburg kann aus Mangel an Impfstoff nicht mehr gegen die Grippe geimpft werden. Die Ursachen sind rein kommerzieller Natur.

Zwar besteht weiterhin die Möglichkeit von Engpässen, die Situation ist laut Schneider aber nicht mit jener im Vorjahr vergleichbar. So haben die luxemburgische Gesundheitsbehörden direkten Kontakt mit den Großhändlern aufgesucht, um diese zu sensibilisieren und mehr Konkurrenz zuzulassen.

Vier potenzielle Lieferanten

So konnten mit Mylan und Sanofi Pasteur zwei weitere potenzielle Hersteller für den Luxemburger Markt gewonnen werden. Insgesamt werden ab Anfang Oktober die Impfstoffe drei verschiedener Hersteller nach Luxemburg geliefert, die Zusage eines vierten Herstellers steht noch aus. Die Kosten für die Impfstoffe werden Menschen ab 65 Jahre und anderen Risikogruppen vollständig von der Gesundheitskasse erstattet. Was eventuelle Notfallmaßnahmen betrifft, so kann der Conseil supérieur des maladies infectieuses im Falle von Engpässen Empfehlungen aussprechen, welche Personen prioritär zu impfen sind. Meist handelt es sich dabei um Angestellte aus dem Gesundheitsbereich. Der Direktor des Gesundheitsamtes kann seinerseits bestimmen , welche Personen im Falle einer Impf-Notlage zuerst geschützt werden.


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