Kavalkade der besonderen Art in Wasserbillig: Am Samstag gehörte die Nacht den Narren
Es war noch hell, als am Samstagabend kurz nach 18 Uhr der Startschuss für die zweite Auflage der Wasserbilliger Nachtkavalkade fiel. Das Wetter war auf der Seite des Mosel- und Sauerstädtchens und sorgte dafür, dass sich etliche Besucher gespannt an den Straßenrändern versammelten. Das Kommen sollte sich lohnen.
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Auf einer knapp zwei Kilometer langen Strecke konnten die Zuschauer acht Musikgesellschaften, 12 Fußgruppen und 40 Festwagen bestaunen. Entlang der Moselesplanade, über die ,,Spatz'' bis hin zum Kulturzentrum sorgte der Umzug für närrische Stimmung. Freuen konnte man sich auch über mehr als 1,5 Tonnen Süßigkeiten, die neben Wein und Bier an die Besucher verteilt wurden.
Spätestens bei Einbruch der Dunkelheit wurde klar, warum sich der Weg nach Wasserbillig lohnt: Mühevoll, mit Lichterketten geschmückte Wagen und Kostüme sorgten für eine besondere Atmosphäre. Leuchtende, lebensgroße Schmetterlinge, Torten und Barbies ließen Kinder-, aber auch so manche Erwachsenenaugen staunen. Besonderer Blickfang waren die kleinen, funkelnden Gespenster einer manternacher Tanzschule, die mit ihrem Auftritt begeisterten. Traditionell endete der Umzug mit dem diesjährigen ,,Bratzelkinnék'' Eric Simos. Wer Glück hatte, konnte eine der 1 800 Bratzeln ergattern, die im Hinblick auf den "Bratzelsonntag" verteilt wurden.
Das närrische Treiben wurde im Anschluss im Kulturzentrum weitergeführt. DJ Hoffi-Zambezi und die Goldenrocker sorgten hier für Stimmung. Mit dem Konzept der Nachtkavalkade haben die ,,Bëllia Bratzelgecken'' einen Nerv getroffen. Die dritte Auflage kann kommen.
