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Kanufahrer führen zu überfüllten Bussen
Lokales 18.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Kanufahrer führen zu überfüllten Bussen

Vakanz doheem lockt viele Menschen an die Sauer.

Kanufahrer führen zu überfüllten Bussen

Vakanz doheem lockt viele Menschen an die Sauer.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 18.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Kanufahrer führen zu überfüllten Bussen

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Überfüllte Transportmittel bedeuten ein erhöhtes Infektionsrisiko. Um dies zu vermeiden, werden auf einigen, viel genutzten Strecken nun zusätzliche oder größere Busse eingesetzt.

Die Kampagne „Vakanz doheem“ scheint ein voller Erfolg zu sein. Anstatt über die Sommerferien ins Ausland zu reisen, verbringen dieses Jahr mehr Menschen ihren Urlaub im Großherzogtum. Die Folge sind überdurchschnittlich gut gefüllte Busse und Züge auf einigen Strecken. Was in den vergangenen Jahren als Bonus für den heimischen Tourismus gewertet worden wäre, bedeutet in Pandemiezeiten jedoch ein erhöhtes Infektionsrisiko für die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln.

In einer parlamentarischen Frage möchte die CSV-Abgeordnete Françoise Hetto-Gaasch nun wissen, wie das Problem gehandhabt werden soll. Besonders in dem Bus der Linie 500 zwischen Ettelbrück und Echternach kann die nötige Sicherheitsdistanz nämlich nicht mehr eingehalten werden. 

Der große Anstieg der Passagierzahlen auf dieser Linie sei überwiegend auf Kunden eines kommerziellen Betreibers von Kanutouren auf der Sauer zurückzuführen, so Minister François Bausch (Déi Gréng). Diese nutzen den Bus, um nach ihrer Fahrt mit dem Kanu zum Ausgangspunkt ihrer Tour zurückzukommen. Das sei der Grund für die vereinzelt sehr vollen Busse in der Woche des 20. Juli. Seit dem 27. Juli wird die Linie 500 daher mit größeren Bussen bedient. 


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Eine Begrenzung der Passagiere sei in der Praxis weder im Bus noch im Zug möglich, erklärt der Minister. Er verweist darauf, dass zurzeit während der gesamten Fahrt Maskenpflicht besteht. Es sei dem Bus- und Zugpersonal nicht möglich, die Anzahl der Passagiere zu begrenzen und zu kontrollieren. Jedoch versuche man bei dem Ausarbeiten der Bus- und Zugfahrpläne die notwendige Kapazität zu garantieren. So wurde etwa die Anzahl der Busse zum Stausee an den Wochenenden erweitert. 

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