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Juni, Juli, August 2019: Ein Sommer für die Geschichtsbücher
Lokales 2 Min. 01.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Juni, Juli, August 2019: Ein Sommer für die Geschichtsbücher

In diesem Jahr gab es genug warme Tage, die man für einen Sprung ins kühle Nass nutzen konnte.

Juni, Juli, August 2019: Ein Sommer für die Geschichtsbücher

In diesem Jahr gab es genug warme Tage, die man für einen Sprung ins kühle Nass nutzen konnte.
Foto: Guy Wolff
Lokales 2 Min. 01.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Juni, Juli, August 2019: Ein Sommer für die Geschichtsbücher

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Ingesamt drei Hitzewellen wurden laut der ASTA (Administration des services techniques de l'agriculture) in diesem Jahr verzeichnet - und nicht nur deshalb wird der Sommer wohl vielen in Erinnerung bleiben.

Extreme Hitzewellen, zu wenig Regen und ein Tornado: Der Sommer hatte es in diesem Jahr in sich – das geht aus einem Bericht des staatlichen Wetterdienstes der ASTA (Administration des services techniques de l'agriculture) des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung hervor. Der Bericht wurde am Sonntag zum Abschluss des meteorologischen Sommers veröffentlicht.

Drei Hitzewellen

In Erinnerung dürfte den meisten vom Sommer 2019 wohl die Hitze bleiben. Denn die Temperaturen lagen während der Monate Juni, Juli und August konstant über dem Durchschnitt. Vor allem der Juni fiel dabei besonders heiß aus: An der Messstation in Asselborn war es während dieses Monats durchschnittlich 2,7 Grad Celsius wärmer als sonst. Im Juni gab es damit dann auch die erste Hitzewelle, die ihren Höhepunkt laut ASTA am 30. Juni erreichte.

Die zweite Hitzewelle ließ nicht allzu lange auf sich warten: Am 25. Juli wurden an allen 32 Messstationen der ASTA Tagesmaximalwerte über 35 Grad Celsius gemessen – an vier Stationen auch Temperaturen über 40 Grad. In Steinsel wurde mit 40,8 Grad sogar der Temperaturrekord gebrochen. Es war der heißeste Tag im Großherzogtum seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in 1838.

Es folgte für viele gefühlt eine Art Abkühlung: Die Temperaturen in den ersten drei Augustwochen bewegten sich laut der ASTA nämlich nahe am Mittelwert. Allerdings verabschiedete sich der August dann mit einer dritten Hitzewelle, die aber weniger stark ausfiel, als die zuvor im Juni und Juli.

Die hohen Temperaturen hatten laut der ASTA immer wieder labile Luftmassen zur Konsequenz, die zu lokalen Gewittern führten. Am 9. August entwickelte sich daraus ein Tornado der Kategorie F2, der vor allem im Süden des Landes großen Schaden anrichtete.

Starkes Niederschlagsdefizit

Außerdem stellt die ASTA fest, dass während der Sommermonate landesweit zu wenig Regen fiel. Am stärksten war das Niederschlagsdefizit an der Wetterstation in Arsdorf: Dort wurde im Vergleich zur Referenzperiode ein Minus von 102 Millimetern verzeichnet. Die niedrigen Niederschlagsmengen in Verbindung mit den hohen Temperaturen des Sommers führten zu einer starken Austrocknung der Böden.


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