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Juncker und die Wahlen im Internet
Lokales 3 Min. 21.10.2013 Aus unserem online-Archiv

Juncker und die Wahlen im Internet

Die beiden Kontrahenten Juncker und Schneider werden nach Schätzungen der Beobachter künftig eher nicht mehr gemeinsam regieren.

Juncker und die Wahlen im Internet

Die beiden Kontrahenten Juncker und Schneider werden nach Schätzungen der Beobachter künftig eher nicht mehr gemeinsam regieren.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 3 Min. 21.10.2013 Aus unserem online-Archiv

Juncker und die Wahlen im Internet

Luxemburg hat gewählt. Der hohe Bekanntheitsgrad von Jean-Claude Juncker lässt die Wahlen im kleinen Luxemburg auch in der internationalen Internet-Presse erscheinen. Hier einige Reaktionen.

(TJ) - Luxemburg hat gewählt. Der hohe Bekanntheitsgrad von Jean-Claude Juncker veranlasst auch die internationalen Medien zu Kommentaren. Hier eine Zusammenfassung ausländischer Nachrichtenportale.

  • Bloomberg verweist auf die Tatsache, dass die CSV mit einer Ausnahme seit dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich in der Verantwortung für Luxemburg steht. Der Titel der Meldung stellt die Partei als Gewinner der Wahlen dar.
  • Ähnliche Töne auf dem Internetauftritt von BBC. Allerdings ist man etwas nüancierte, wohl wird die Partei auch hier als Gewinner bezeichnet, allerdings verweist die Überschrift auch auf den Sitzverlust der CSV. In einigen Zitaten lässt man den noch amtierenden Regierungschef zu Worte kommen, wobei auch die Machtansprüche der DP in einigen Zitaten von Xavier Bettel zum Ausdruck kommen.

Fest in "Juncker-Hand"

  • Sehr detailliert analysiert der deutsch Nachrichtensender n-tv die politische Großwetterlage nach den Wahlen in Luxemburg unter dem Titel "Luxemburg ist weiter fest in Juncker-Hand". Der Wähler habe dem Regierungschef die  Schmach des Abgewähltwerdens erspart. Man geht auch auf die Geheimdienstaffäre ein und spekuliert über mögliche Koalitionen.
  • tagesschau.de ist leicht enttäuschend, hat der Internetauftritt der ARD-Nachrichtenredaktion doch am frühen Montagmorgen noch keine Reultate auf seinem Online-Portal, sondern spekuliert lediglich über den Ausgang der Wahl. Man erklärt zwar, wie es zu den vorgezogenen Wahlen kam, kann aber keine aktuellen Resultate vorweisen.
  • Die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung geht ähnlich vor. In einem Videobeitrag lässt man den Premier zwar zu Wort kommen, nachdem man erklärt hat, wie es zu den Wahlen kam, allerdings ist auch hier das Wahlresultat von Sonntag noch nicht online.
  • Focus Online kann immerhin am Montag mit Zwischenresultaten dienen. Man stellt den Trend richtig dar, auch wenn die Meldung vor der Bekanntgabe der definitiven Resultate ins Netz gestellt wurde
  • Neutral und sachlich präsentiert die Online-Enzyklopädie Wikipedia des Ausgang der Wahl einige Stunden nach Bekannwerden der Resulate.
  • Auf Yahoo News findet sich eine englischsprachige AFP-Meldung mit einigen biografischen Notizen über den Premier, wobei man auch hier das definitive Wahlresultat beim Verfassen der Meldung wohl noch nicht hatte.
  • Die französische Libération erklärt dem Leser, wie es zur Wahl kam, stellt richtigerweise die DP als großen Gewinner dar und erklärt die Verluste der CSV, lässt jedoch auch den Premier in einigen Zitaten zu Worte kommen, aus denen der Anspruch, auch in einer nächsten Regierung die Führungsrolle zu spielen, klar hervorgeht.
  • Nicht topaktuell, aber korrekt in der Einschätzung, ist die renommierte französiche Zeitung Le Monde am Montagmorgen mit ihrem online-Artikel zur Wahl in Luxemburg unterwegs. Auch hier hatte man beim Verfassen lediglich die Zwischenresultate vorliegen. Allerdings gibt der ausführliche Beitrag - wi von Le Monde gewohnt - eine gute Analyse der aktuellen Probleme und der Herausforderungen an die künftige Regierung.

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