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Juncker: Kein Rückzug aus der luxemburgischen Politik
Immer noch ein gefragter Politiker, auch jetzt, wo man annehmen könnte, er sei am Tiefpunkt seiner Karriere angelangt: Jean-Claude Juncker bei seinem vorläufig letzten EU-Gipfel.

Juncker: Kein Rückzug aus der luxemburgischen Politik

Immer noch ein gefragter Politiker, auch jetzt, wo man annehmen könnte, er sei am Tiefpunkt seiner Karriere angelangt: Jean-Claude Juncker bei seinem vorläufig letzten EU-Gipfel.
Lokales 25.10.2013

Juncker: Kein Rückzug aus der luxemburgischen Politik

Juncker trat am Freitag in Brüssel nach dem EU-Gipfel allen Spekulationen entgegen, er könne noch an einem hohen politischen Amt interessiert sein. Die "Sueddeutsche Zeitung" berichtete darüber.

Juncker trat am Freitag in Brüssel nach dem EU-Gipfel allen Spekulationen entgegen, er könne noch an einem hohen politischen Amt interessiert sein. Jetzt will er die Opposition führen und daheim bleiben: "Ich habe nicht die Absicht, mich aus der luxemburgischen Politik zurückzuziehen, ganz im Gegenteil", zitiert die "Sueddeutsche Zeitung" Juncker.

Die SZ schreibt weiter: "Es war Juncker, der den Euro miterfand - und es war Juncker, der acht Jahre lang als Vorsitzender der Eurogruppe für das Große und auch das Kleingedruckte der gemeinsamen Währung verantwortlich war. Und als oberster Finanz-Krisenmanager der EU sah er manchmal blass, grau und übernächtigt aus - 20 Stunden täglich im Dienst, einer selbst auferlegten Pflicht gehorchend."

Juncker tritt demnach vorerst von der europäischen Bühne ab, nachdem er in Brüssel nochmals an die wichtigsten Aufgaben für Europa erinnerte:

  • Die soziale Dimension, die in der EU nach wie vor unterbeleuchtet sei: "Dies wird eines Tages zu schroffen Abwehrbewegungen bei der europäischen Arbeitnehmerschaft führen."
  • Bei der Wirtschafts- und Finanzkrise könne es auch "jederzeit Rückschläge geben".
  • Und die EU-Staaten müssten mehr für Entwicklungspolitik tun, auch wegen der Flüchtlingsströme: "Letztendlich ist vor Ort zu helfen, dort wo die Probleme entstehen. Das tun wir in völlig ungenügender Weise."