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Juncker: "Die Bürger entscheiden"
Lokales 14.10.2013

Juncker: "Die Bürger entscheiden"

Jean-Claude Juncker: "Die Wähler entscheiden, wer die besten Konzepte zur Überwindung der Probleme des Landes hat"

Juncker: "Die Bürger entscheiden"

Jean-Claude Juncker: "Die Wähler entscheiden, wer die besten Konzepte zur Überwindung der Probleme des Landes hat"
Foto: Anouk Antony
Lokales 14.10.2013

Juncker: "Die Bürger entscheiden"

Ein weiterer Schlagabtausch zwischen den Spitzenkandidaten der Parteien förderte einige interessante Aussagen zutage. Premier Jean-Claude Juncker betonte, dass am kommenden Sonntag endlich die Wähler das Wort haben.

(CBu) - Zum Auftakt eines wahren "Table Ronde"-Marathons von RTL diskutierten am Sonntagmorgen die Spitzenkandidaten der Parteien im Radio über die Top-Themen des Wahlkampfs. Von den Geheimdienstaffären über die Steuerpolitik bis hin zum Arbeitsmarkt wurden Vorwürfe, aber auch inhaltliche Konzepte ausgetauscht.

Gleich zu Beginn der vom "Service information et presse" organisierten und von  "RTL Radio Lëtzebuerg" und "Radio 100,7" moderierten Debatte entwickelte sich ein hitziges "Tête-à-Tête" zwischen den Spitzenkandidaten von CSV und LSAP, Jean-Claude Juncker und Etienne Schneider. Es ging letztlich um die Frage, warum es überhaupt zu Neuwahlen kam.

Die Frage der politischen Verantwortung

So warf Schneider dem Premier vor, dass dieser nicht die nötigen Konsequenzen aus der Srel-Affäre gezogen habe. Juncker entgegnete, dass er "alles in seiner Macht stehende getan" habe, um die Affäre aufzuarbeiten, sowohl in der parlamentarischen Kontrollkommission als auch in der Srel-Untersuchungskommission. Er habe in der Chamber erklärt, dass er politische Verantwortung übernehme, aber keinen objektiven Grund dafür sehe, als Premierminister zurückzutreten.

Nach all dem Parteienstreit liege es jetzt "an den Bürgern, zu entscheiden", betonte Juncker. Allein die Wähler hätten am kommenden Sonntag darüber zu befinden, wer die besten Konzepte zur Überwindung der Probleme des Landes habe. Die wichtigste Konsequenz der Debatten der vergangenen Wochen sei dabei die Notwendigkeit einer substanziellen Geheimdienstreform, wie sie bereits in den zuständigen parlamentarischen Kommissionen vorgestellt und  diskutiert wurde.

"Wichtigere Probleme im Land"

Ali Ruckert von der KPL wunderte sich in diesem Zusammenhang, dass sich die Diskussion auf die Verantwortung des Premiers zuspitzt. "Hier wird so getan, als ob ein einziger für die ganzen Affären verantwortlich gewesen sei." Alle anderen, in den vergangenen Jahrzehnten an der Regierung beteiligten Parteien und Politiker würden in dieser Sache Verantwortung tragen, so Ruckert.

Die Vertreter der anderen Parteien waren sich schließlich einig in der Auffassung, dass es "wichtigere Probleme im Land" gebe als die Srel-Affäre. Demnach bestimmten vor allem Konzepte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und des Staatsdefizits die weitere Debatte.


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