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Weniger Grasmilben wegen kühlerer Witterung
Lokales 29.06.2021
Juckende Bisse

Weniger Grasmilben wegen kühlerer Witterung

Unangenehm: Die Bisse der Grasmilbe.
Juckende Bisse

Weniger Grasmilben wegen kühlerer Witterung

Unangenehm: Die Bisse der Grasmilbe.
Foto: Chris Karaba
Lokales 29.06.2021
Juckende Bisse

Weniger Grasmilben wegen kühlerer Witterung

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Das verhältnismäßig kühle Wetter der vergangenen Tage hat die Ausbreitung der Plagegeister eingedämmt.

Die Grasmilbe war vergangene Woche in aller Munde. Plötzlich klagten Tausende über juckende Stichstellen, es setzte ein regelrechter Rush auf die Apotheken ein, Salben und Desinfektionssprays waren auf einmal gefragt wie noch selten zuvor. Viele Zeitgenossen hatten als Schuldigen zuerst den Eichenprozessionsspinner ausgemacht, war doch in den Jahren zuvor die Grasmilbe noch selten in solch geballter Form aufgetreten.

Kühlere Witterung hilft

Winzig klein und sechsbeinig: Neotrombicula autumnalis unter dem Mikroskop.
Winzig klein und sechsbeinig: Neotrombicula autumnalis unter dem Mikroskop.
Foto: Getty Images

Die Spitze der Plage scheint überwunden, das jedenfalls schreibt das Gesundheitsministerium in der Antwort auf eine parlamentarische Frage des CSV-Abgeordneten Jean-Marie Halsdorf. Sinkende Temperaturen und Regengüsse hätten laut Santé dafür gesorgt, dass deutlich weniger von den Milben schlüpfen.

Die Empfehlung des Ministeriums lautet nach wie vor, sich wenig im Gras aufzuhalten und wenn, dann nur mit langer Beinkleidung und Schuhen. 

Keine nennenswerten Engpässe

Halsdorf wollte zudem wissen, ob es Engpässe bei Salben und Sprays zur Behandlung der Stichstellen gegeben habe. Das Ministerium gibt zu, dass nicht alle Medikamente stets zur Verfügung gewesen seien, es habe jedoch zu keinem Zeitpunkt einen generellen Engpass gegeben. Die Pharmahändler hätten über ausreichend Reserven an Alternativprodukten zu vergriffenen Erzeugnissen verfügt. Zudem sind größere Mengen nachbestellt worden, sodass binnen kurzer Zeit wieder alle Salben und Sprays vorrätig sein dürften.

Stichwort Eichenprozessionsspinner

Was die allergischen Reaktionen durch die Brennhaare der Raupen vom Eichenprozessionsspinner angeht, so hat die Santé bereits im Jahr 2017 einen Flyer mit den wichtigsten Ratschlägen ausgearbeitet. Diese reichen von Vorsichtsmaßnahmen wie Distanz zu den Nestern halten über Behandlung bis zu Ratschlägen zu medikamentöser Behandlung. Der Ratgeber kann auf dem Online-Portal der Santé heruntergeladen werden. 

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