Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Joghurtfabrik: Stadt Düdelingen eher positiv
Lokales 07.09.2020

Joghurtfabrik: Stadt Düdelingen eher positiv

Die Joghurtfabrik ist zwischen Düdelingen und Bettemburg geplant.

Joghurtfabrik: Stadt Düdelingen eher positiv

Die Joghurtfabrik ist zwischen Düdelingen und Bettemburg geplant.
Foto: Lex Kleren
Lokales 07.09.2020

Joghurtfabrik: Stadt Düdelingen eher positiv

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Die Stadt Düdelingen spricht sich in einem Gutachten unter Auflagen für die geplante Joghurtfabrik aus. Dafür erntet der Schöffenrat auf Facebook Korruptionsvorwürfe. Der Bürgermeister wehrt sich.

In den vergangenen Tagen hatte es Kritik aus der Gemeinde Bettemburg und der Flusspartnerschaft der Oberen Alzette, der sieben Südgemeinden angehören, zum Projekt der Joghurtfabrik des griechischen Konzerns Fage gegeben. 


Joghurt für die Welt: Fage will in Bettemburg 80.000 Tonnen pro Jahr herstellen.
Sieben Gemeinden gegen Fage-Fabrik
Das Abwasser der geplanten Joghurt-Fabrik habe das Potenzial, die Alzette zu ersticken. Das befürchten die umliegenden Gemeinden.

Ja unter Auflagen

Anders als in Bettemburg, zeigt sich der Düdelinger Schöffenrat dem Projekt eher positiv gegenüber. 

Prinzipiell gibt der Düdelinger Schöffenrat demnach ein positives Gutachten im Rahmen der laufenden Commodo-Incommodo-Prozedur ab, dies aber unter der Bedingung, dass einer Reihe von Bedenken der Stadt Rechnung getragen wird.

Zu Erinnerung: Werden die Fabrikpläne in der Industriezone Wolser, zwischen Düdelingen und Bettemburg, realisiert, sollen dort in Zukunft rund 80.000 Tonnen Joghurt pro Jahr produziert werden.    

Lieferungen per Schiene?

Einer der Einwände aus Düdelingen lautet, dass eine zusätzliche Studie analysieren soll, ob die Lieferungen nicht auch per Schiene, über das nahe gelegene CFL Multimodal, getätigt werden könnten. 

Denn immerhin gehen die Fabrikplaner von bis zu 80 Lastwagen sowie 300 leichten Fahrzeugen aus, die den Standort täglich anfahren könnten. 

Problem Wasserverbrauch

Viel thematisiert wurde bereits der hohe Wasserverbrauch der Fabrik. Der Tagesverbrauch könnte dem einer Stadt mit 18 000 Einwohnern gleichkommen. Weshalb die Stadt Düdelingen verlangt, dass „alle Alternativmöglichkeiten“ studiert werden, die zu einer Verringerung des Wasserverbrauchs führen könnten. 

 Was die Abwässer anbelangt, die in die Alzette geleitet werden sollen, verlangt die Stadt, dass die „besten bestehenden Techniken“ verwendet werden. 

Positiv hebt die Stadt Düdelingen hervor, dass vorgesehen ist, organische Abfallprodukte in einer eigenen Biogasanlage zu verwerten.    



Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema