Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Jetzt trägt schon der Kartoffelsack eine Warnung
Lokales 16.11.2022
Gazettchen

Jetzt trägt schon der Kartoffelsack eine Warnung

Gazettchen

Jetzt trägt schon der Kartoffelsack eine Warnung

Lokales 16.11.2022
Gazettchen

Jetzt trägt schon der Kartoffelsack eine Warnung

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Von absurd bis witzig: In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um Warnhinweise.

Ich liebe sie, die Warnhinweise auf allen möglichen Produkten, die den ach so unbedarften Kunden vor Unglück bewahren sollen. Zum Beispiel bin ich sehr froh, dass mein Föhn ein etwa zehn Millimeter großes Zeichen mit einer durchgestrichenen Badewanne trägt. Anscheinend probieren immer wieder einige Zeitgenossen aus, was passiert, wenn man den Föhn ins Wasser hält. In der EU kommen auf diese Weise pro Jahr durchschnittlich 62 Menschen ums Leben.

Weltmeister in der Kunst überflüssiger Hinweise sind die USA, wo die Konzerne – durch allerlei Verbraucherprozesse gestählt – vor allem und jedem warnen. So steht zum Beispiel bei jedem US-Auto auf dem Außenspiegel „Objekte im Spiegel sind näher, als sie erscheinen“.

Wenn sich Züge hinter ihren Artgenossen verstecken …

Ein regelmäßiger Gag bei Tour-de-France-Reportern sind die berühmten französischen Straßenschilder, die vor böswilligen Zügen warnen. Diese können nämlich hinter ihrem Rücken einen Artgenossen verstecken. 

Als ich neulich im Supermarkt einkaufen war, lief ich dreimal durch die Obst- und Gemüseabteilung und konnte dennoch keinen Sack Kartoffeln finden. Als ich schließlich einen hatte, fiel mein Blick auf den Anhänger. „Nur für Speisezwecke verwenden!“, war da zu lesen. 


An der Supermarktkasse bleiben Fragen unbeantwortet
In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um Barcodes im Supermarkt.

Ich schaute die Kassiererin fragend an. Eigentlich wollte ich die Kartoffeln ja aufschneiden und einen Kunstdruck damit herstellen. Andere Mitmenschen kochen sie aus, um ihre Hemdkragen damit zu stärken. Man kann natürlich auch Kartoffelmännchen mit ihnen basteln oder sie mit einer Kartoffelkanone verschießen. Oder – jetzt wird’s ernst – Wodka daraus brennen. Das alles wäre aber kein zweckgemäßer Gebrauch. Ich ändere meine Pläne. Morgen gibt’s bei mir Kartoffelsalat. 

Hier finden Sie die gesammelten Gazettchen-Kolumnen. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema