Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Jahresbilanz 2013: CHL: Koordination und Transparenz
Lokales 3 Min. 18.06.2014

Jahresbilanz 2013: CHL: Koordination und Transparenz

Das Neuronavigationssystem zeigt am Operationstisch die exakten Bilddaten des Patienten an.

Jahresbilanz 2013: CHL: Koordination und Transparenz

Das Neuronavigationssystem zeigt am Operationstisch die exakten Bilddaten des Patienten an.
Foto: CHL
Lokales 3 Min. 18.06.2014

Jahresbilanz 2013: CHL: Koordination und Transparenz

155 198 Patienten wurden vergangenes Jahr im „Centre hospitalier 
de Luxembourg“ (CHL) behandelt – etwa jeder Dritte der Luxemburger Bevölkerung.

155 198 Patienten wurden vergangenes Jahr im „Centre hospitalier 
de Luxembourg“ (CHL) behandelt – etwa jeder Dritte der Luxemburger Bevölkerung. 27 020 Patienten wurden stationär behandelt, 31 028 Erwachsene und 32 237 Kinder suchten die Notaufnahme des CHL auf. Zudem wurden 477 824 Sprechstunden und ambulante Behandlungen gezählt. Das Klinikum verfügt über insgesamt 579 Betten und auf der Entbindungsstation gab es vergangenes Jahr 2 011 Geburten.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Maternité G.-D. Charlotte des CHL, wurden über 2 000 Geburten innerhalb eines Jahres gezählt. 2 011 Kinder wurden nämlich im Jahr 2013 in der Maternité des CHL zur Welt gebracht. Dies ist einer der Erfolge, die der CHL zu verbuchen hat. „Die neue Entbindungsstation, mit integriertem „Mutter-Kind-Zentrum, des hauptstädtischen „Centre Hospitalier“, soll bis August 2015 fertig und voll funktionsfähig sein. Sie wird mit 52 Betten, davon 16 Doppelzimmer und 36 Einzelzimmer, ausgestattet“, so Jean-Paul Freichel, Finanz- und Verwaltungsdirektor des CHL, im Rahmen eines Pressetermins.

Der Bau der neuen Kindertagesstätte des Klinikums, „Les copains d'abord“, wurde 2013 abgeschlossen. 64 Kinder können dort untergebracht werden.

Im Laboratorium wurden im vergangenen Jahr 2 429 564 Analysen durchgeführt während es 13 056 chirurgische Eingriffe und 183 344 Röntgenaufnahmen gab. In der Chemotherapie gab es 6 974 Sitzungen, in der Physiotherapie 72 463 und in der Dialyse waren es 13 217.

„Das Krankenhaus beschäftigt 2 000 Mitarbeiter. Diese sind in 50 unterschiedliche Berufsgruppen unterteilt, in denen über 30 verschiedene Nationalitäten zusammenkommen. Unser Ziel ist es, unseren Patienten eine hochqualitative Versorgung anbieten zu können. Wir fördern in diesem Zusammenhang die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die Transparenz unserer Resultate und die Kooperation mit anderen Krankenhäusern“, unterstreicht Romain Nati, Generaldirektor des CHL.

Transplantation von Hornhäuten

Das Krankenhaus verfügte im vergangenen Jahr über einen Haushalt von 286 064 345 Euro. Abgeschlossen wurde das Jahr mit einem Gewinn von 3 477 383 Euro.

Seit November 2012 ist das hauptstädtische „Centre Hospitalier“ das erste Luxemburger Krankenhaus, das in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Homburg Hornhäute entnimmt. Durch die Transplantation einer Augenhornhaut kann sehr stark sehbehinderten oder blinden Menschen das Augenlicht zurückgegeben werden. Im Jahr 2013 wurden im CHL 40 Hornhäute entnommen und 16 Patienten konnten durch diese Transplantation wieder sehen.

„Das Krankenhaus publizierte vergangenes Jahr seinen ersten „Antibioguide“. „Es handelt sich dabei um ein Buch, auch in elektronischer Form verfügbar, das die Ärzte in ihren Entscheidungen über die angewandten therapeutischen Mittel gegen häufige Infektionen begleitet. Immer mehr Patienten weisen eine Resistenz gegenüber Antibiotika auf, was hochgefährlich für sie werden kann“, so Dr. Catherine Boisante, medizinische Direktorin des CHL. Für eine bestimmte Anzahl von Krankheiten wurde das Krankenhaus in unterschiedliche „cliniques monothématiques“ unterteilt. So können zum Beispiel übergewichtige und von resistentem Bluthochdruck geplagte Patienten gezielt medizinisch behandelt werden. In der Röntgenabteilung des CHL ermöglicht seit 2013 ein hochmoderner Scanner, ausgestattet mit einer ausgezeichneten Technik, eine geringere Bestrahlung der Patienten (- 40 Prozent). Er ist zudem vorteilhafter für übergewichtige Personen und Säuglinge.

„Wir sind darum bemüht, unsere Mitarbeiter ständig weiterzuschulen und sie über neue Erkenntnisse in der Forschung und Medizin zu informieren. Zwölf Prozent der Patienten auf unserer Intensivstation werden von anderen Krankenhäusern aus Luxemburg an uns überwiesen. Wir versuchen, uns in diesem Bereich zu spezialisieren und diesen Patienten, darunter auch Personen mit Hirntrauma oder Herzstillstand, die bestmögliche Hilfe anzubieten. Des Weiteren erhielt unsere Dialysestation in 2013 die Zertifizierung „Iso-9001“ seitens der „Société nationale de certification et d'homologation“ (SNCH), unterstreicht Monique Birkel, Direktorin des Pflegepersonals im CHL.

Das Kommunikationssystem „Aida Advanced Reporter/Stream Connect)“ gibt den Ärzten aus dem CHL und anderen Krankenhäusern in Luxemburg oder im Ausland die Möglichkeit, sich während einer Operation live hinzuzuschalten und notwendige Informationen auszutauschen.

Offenlegung der Resultate

Was die Zukunft anbelangt, so kündigt Generaldirektor Romain Nati verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Luxemburger Krankhäusern an. „Wir wollen in Zukunft Partnerschaften mit anderen Kliniken im Großherzogtum fördern und Wert auf Koordination anstatt Konkurrenz legen. Des Weiteren legen wir Wert auf die Transparenz unserer Resultate“, erklärt Nati.

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.