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Jagdsyndikate mit Sorgenfalten
Lokales 30.04.2019

Jagdsyndikate mit Sorgenfalten

Mit der Neuordnung der Jagdlose und der Jagdsyndikate steht die FSCL derzeit vor einer Zeitenwende.

Jagdsyndikate mit Sorgenfalten

Mit der Neuordnung der Jagdlose und der Jagdsyndikate steht die FSCL derzeit vor einer Zeitenwende.
Foto: Anouk Antony
Lokales 30.04.2019

Jagdsyndikate mit Sorgenfalten

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Angesichts von Schweinepest und Wildschäden fordern auch die Luxemburger Jagdsyndikate eine möglichst uneingeschränkte Wildschweinbejagung.

Eine möglichst uneingeschränkte Bejagung der historisch hohen Wildschweinbestände zur Bekämpfung der Wildschäden und der herannahenden Afrikanischen Schweinepest sowie eine Neueinteilung der Jagdlose, die auf allen Losen eine korrekte und effiziente Jagdausübung erlaubt: Die Forderungen des Dachverbands der Luxemburger Jagdsyndikate (FSCL) – die die Grundeigentümer in Wald und Flur vertreten – sind nicht neu, doch sie gewinnen angesichts des Heranrückens der Schweinepest und dem Inkrafttreten der Jagdlosreform zum 1. April 2021 zusehends an Vehemenz.


Diskussiounsronn LW Spëtzekandidaten, mat Claude Turmes, Romain Schneider, Martine Hansen, Marc Hansen, Jeff Engelen, Karin Meyer, Ettelbruck, le 25 Septembre 2018. Photo: Chris Karaba
Minister Schneider: Schweinepest "nur eine Frage der Zeit"
Landwirtschaftsminister Romain Scheider äußerte sich außerdem zu Vorwürfen von Käerjengs Bürgermeister, die Gemeinde wäre nicht über Maßnahmen aufgeklärt worden.

Zehn Jahre nach der Gründung der FSCL stehen die 411 Luxemburger Jagdsyndikate jedenfalls vor einer gänzlich neuen Etappe in ihrer Geschichte, wie Präsident Nic Etgen am Montagabend anlässlich der Jahreshauptversammlung im prall gefüllten Kulturzentrum in Mertzig befand. Im Hinblick der Neueinteilung und -verpachtung der Jagdlose müssen Anfang 2020 nämlich auch die Jagdsyndikate neu gegründet und 3 768 Syndikatsposten neu besetzt werden.

Jagdsyndikate vor neuen Herausforderungen

Keine unbeträchtliche Herausforderung für die FSCL-Mitglieder, denen in Mertzig seitens der Natur- und Forstverwaltung aber jedwede Unterstützung zugesagt wurde. Weniger erfreut musste man dagegen vernehmen, dass die Neuverpachtung der Jagdlose ausschließlich über eine klassische Versteigerung und nicht per „offres cachetées“ erfolgen muss, was den Syndikaten den Spielraum nimmt, zwischen den drei Meistbietenden den geeignetsten Pächter zu wählen.

So wie beim Jägerverband zeigt man aber auch in den Reihen der Jagdsyndikatsvertreter kaum Verständnis für die Zurückhaltung der Regierung, die Beschränkungen der Wildschweinbejagung angesichts der nahenden Schweinepest landesweit zu lockern. Zumal zuvor auch der Direktor der Veterinärverwaltung, Félix Wildschutz, eine drastische Reduzierung der Wildschweinbestände als elementar bezeichnet hatte.

Die Aktualität der heranrückenden Schweinepest und der Neuordnung der Jagdlose spiegelte sich in Mertzig auch in der Zuhörerzahl bei der Jahreshauptversammlung der FSCL.
Die Aktualität der heranrückenden Schweinepest und der Neuordnung der Jagdlose spiegelte sich in Mertzig auch in der Zuhörerzahl bei der Jahreshauptversammlung der FSCL.
Foto: John Lamberty

Eine Ausrottung der Wildschweine durch uneingeschränkte Bejagung samt Abschussprämie ist derzeit nur in der eingerichteten Zone blanche an der südwestlichen Landesgrenze zu Belgien vorgesehen. Darüber hinaus ergeht an die Jäger lediglich der Appell, ihrer Pflicht zur Eindämmung der Wildschweinbestände innerhalb der geltenden Jagdregeln intensiv nachzukommen. Laut Claude Origer vom Umweltministerium will man bis auf Weiteres auch an dieser Linie festhalten.


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