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Jagdgegner am 16. Dezember vor Gericht
Lokales 11.07.2019

Jagdgegner am 16. Dezember vor Gericht

Seit geraumer Zeit schon fühlt sich die Jägerschaft in Luxemburg in immer unerträglicherem Maße von Jagdgegnern und Tierrechtlern öffentlich ins Visier genommen.

Jagdgegner am 16. Dezember vor Gericht

Seit geraumer Zeit schon fühlt sich die Jägerschaft in Luxemburg in immer unerträglicherem Maße von Jagdgegnern und Tierrechtlern öffentlich ins Visier genommen.
Foto: John Lamberty
Lokales 11.07.2019

Jagdgegner am 16. Dezember vor Gericht

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Am 16. Dezember muss sich der Tierrechtler Armand Clesse am Bezirksgericht Diekirch wegen Verleumdung verantworten. Kläger sind zwei Jäger.

Am kommenden 16. Dezember muss sich der bekannte Tierrechtler und frühere Direktor des Institut d'études européennes et internationales, Armand Clesse,  am Bezirksgericht in Diekirch wegen Diffamierung verantworten. Das Datum für den Prozess wurde am Donnerstagmorgen vor Ort fixiert.


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Am Freitagnachmittag bekam Mike Clemens, Initiator der Petition 1156, die Chance, sein Anliegen, die Treibjagd zu verbieten, dem Parlament persönlich vorzustellen und auf Fragen zu antworten.

Klageführer sind zwei Jäger, die sich an öffentlichen Aussagen Clesses in den Medien gestört hatten. So hatte dieser unter anderem in einer Radiosendung erklärt, Jagd sei Mord und die Jäger seien Barbaren. In den Augen der Jäger ehrabschneidende Bemerkungen, die den Tatbestand der Verleumdung erfüllen.

Der Prozess könnte in den Augen von Beobachtern zu einem wichtigen Präzedenzurteil mit Blick auf die regelmäßig hochkochenden Streitdebatten zwischen Jagdbefürwortern und -gegnern sowie auf die Grenzen der öffentlichen Meinungs- und Ausdrucksfreiheit führen.


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