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Jäger legen wieder los
Lokales 2 Min. 16.10.2021
Der Sturm nach der Ruhe

Jäger legen wieder los

Ab diesem Wochenende werden wieder Treibjagden organisiert. Die Hauptsaison dauert bis Mitte Dezember, einzelne Jagden sind aber noch bis Ende Januar 2022 möglich.
Der Sturm nach der Ruhe

Jäger legen wieder los

Ab diesem Wochenende werden wieder Treibjagden organisiert. Die Hauptsaison dauert bis Mitte Dezember, einzelne Jagden sind aber noch bis Ende Januar 2022 möglich.
Foto: LW-Archiv
Lokales 2 Min. 16.10.2021
Der Sturm nach der Ruhe

Jäger legen wieder los

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Am Wochenende beginnt die Treibjagdsaison – Jäger und Spaziergänger werden zum gegenseitigen Respekt aufgerufen.

Ab diesem Samstag ist es mit der Stille im luxemburgischen Wald erst einmal zu Ende, denn dann startet die Treibjagd in ihre nächste Runde. Für Spaziergänger bedeutet das, dass sie gewisse Sicherheitsauflagen beachten sollten. Für die Jäger, dass sie nach einer coronabedingten Auszeit wieder ihrer Passion nachgehen dürfen, allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen. 

Frank Wolter, Direktor der Natur- und Waldverwaltung, appelliert sowohl an die Jäger als auch an die Spaziergänger, auf die Sicherheit zu achten. „Sowohl für den konkreten Umgang mit der Waffe, als auch für die Jagd generell, gelten klare Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. Es besteht immer eine gewisse Gefahr, das belegen gelegentlich vorkommende Unfälle“, erklärt Wolter. Er erinnert auch daran, dass Spaziergänger die Jagd nicht stören dürfen und rät, die Wälder während der Treibjagden zu meiden. 

Autofahrer sollen vorsichtig sein 

Wann und wo eine Treibjagd stattfindet, kann man beim Webkartendienst Geoportail nachprüfen. Die Jäger müssen ihre Treibjagden nämlich zwei Wochen vorher anmelden. Außerdem ist die Jagd am Tag selbst vor Ort ausgeschildert. 

 Jo Studer, Präsident der knapp 2.200 Mitglieder zählenden Jägerföderation (FSHCL), ist es wichtig zu betonen, dass Autofahrer in den Gegenden, in denen eine Treibjagd organisiert wird, besonders vorsichtig und nicht zu schnell fahren sollen. Dies sowohl für ihre eigene als auch die Sicherheit der Tiere. Wer als Spaziergänger in eine Treibjagd gerät, sollte sich nicht ducken, sondern durch lautes Rufen auf sich aufmerksam machen. 

In dieser Jahreszeit werden alle großen Wildarten bejagt, also sowohl Hirsche, Rehe als auch Wildschweine. Die aktuelle Treibjagdsaison gilt bis Ende dieses, respektive Anfang nächsten Jahres. Als Grundlage für die Jagd gilt der im entsprechenden Gesetz integrierte Abschussplan, der dazu beitragen soll, das ökologische Gleichgewicht zu garantieren.  

Rehe und Wildschweine als Hauptziele

Wolter betont, dass die Bedeutung der Jagd mit der Klimakrise zugenommen habe. Es gelte nämlich die Resilienz der Wälder zu erhöhen. Deswegen sei es wichtig, vor allem die Population der Rehe zu begrenzen, weil diese in erster Linie junge Triebe fressen und somit den Ausbau der Biodiversität verhindern. Um neu gepflanzte Bäume zu schützen, werden sie teilweise eingezäunt. Auch wenn die Wildschweine kein Problem für den Wald darstellten, müssten diese dennoch abgeschossen werden, weil sie in den Feldern der Bauern teils große Schäden verursachten. 

Allgemeine Corona-Auflagen gelten 

Mit Blick auf das Corona-Virus gibt es, laut Wolter, keine spezifischen Auflagen für die Jagd. Weil diese von staatlicher Seite als Freizeitaktivität eingestuft wird, gelten die allgemeinen Regeln für öffentliche Versammlungen. Bei jeder Versammlung von elf bis einschließlich 50 Personen müssen die Teilnehmer Masken tragen und einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten. 


Battue - Treibjagd - Jagd auf Wildschweine - Clemency -  - 05/07/2019 - photo: claude piscitelli
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Diese Regelungen entfallen, wenn die Versammlung als CovidCheck-Event organisiert wird, die Teilnehmer müssen in diesem Fall nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind. 

www.geoportail.lu

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