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Jäger erschießt Hund: 500 Euro Geldstrafe, Waffe beschlagnahmt
Lokales 24.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Jäger erschießt Hund: 500 Euro Geldstrafe, Waffe beschlagnahmt

Der zweieinhalbjährige Australian Shepherd wurde am 9. Juli 2016 von einem Jäger erschossen.

Jäger erschießt Hund: 500 Euro Geldstrafe, Waffe beschlagnahmt

Der zweieinhalbjährige Australian Shepherd wurde am 9. Juli 2016 von einem Jäger erschossen.
Foto: Privat
Lokales 24.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Jäger erschießt Hund: 500 Euro Geldstrafe, Waffe beschlagnahmt

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Zwei Geldstrafen von 250 Euro, Beschlagnahmung der Waffe sowie Schadenersatz in Höhe von insgesamt 7.200 Euro. So lautete am Dienstag das Urteil des Diekircher Polizeigerichts gegen einen Jäger, der im Juli 2016 einen Hund erschossen hatte.

(jl/SH) - Zwei Geldstrafen in Höhe von jeweils 250 Euro, Beschlagnahmung der Jagdwaffe sowie Schadenersatz in Höhe von insgesamt 7.200 Euro. So lautete am Dienstag das Urteil des Diekircher Polizeigerichts gegen einen Jäger, der im Juli 2016 einen Hund erschossen hatte und den Kadaver des Tieres dann versteckt hatte.

Die Richter behielten demnach nicht nur den Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zurück, sie sprachen Jean O. auch schuldig, den Kadaver nicht richtig entsorgt zu haben, sondern ihn einen Kilometer vom Tatort entfernt in dichtem Gestrüpp versteckt zu haben, um die Tat zu vertuschen.

Zivilklage des Jagdverbandes abgewiesen

Der Jäger hatte während der Verhandlung zugegeben, den Hund erschossen zu haben. Er sei jedoch zunächst davon ausgegangen, ein Wildschwein im Visier zu haben. Als er dann bemerkte, dass er auf einen Hund geschossen hatte, sei er in Panik geraten. Daraufhin habe er falsch gehandelt, so Jean O., der auch seine Jagdwaffe abgeben musste.

Für den Jagdverband ist dies ein kleiner Erfolg. Die Zivilklage der Vereinigung - sie hatte den symbolischen Euro gefragt - wurde jedoch abgewiesen.

Anders die Lage für die Besitzer des Hundes. Der Eigentümerin wurde eine Entschädigung von 1.200 Euro - entsprechend dem Kaufpreis des Hundes - zugesprochen sowie Schadenersatz in Höhe von 1.500 Euro. Ihre drei Kinder erhalten die gleiche Summe.

Dass der Angeklagte lediglich zu doch recht niedrigen Geldstrafen verurteilt wurde, erklärt sich dadurch, dass die Verhandlung vor dem Polizeigericht und nicht vor dem Bezirksgericht stattfand. Während der Untersuchung waren dem Angeklagten, der seit 30 Jahren im Besitz des Jagdscheines ist und bisher nicht auffällig war, nämlich mildernde Umstände zugestanden worden. Das Polizeigericht kann keine Geldstrafen verhängen, die höher als 250 Euro sind. Da in diesem Fall der Verstoß gegen zwei Gesetze zurückbehalten wurde, beträgt die maximale Geldstrafe 500 Euro.

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