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Irrglauben und Halbwissen
Lokales 16.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Umfrage zur Krebserkrankung

Irrglauben und Halbwissen

Dass Alkoholkunsum das Risiko einer Krebserkrankung erheblich steigern kann, ist noch nicht im Bewusstsein der Mehrheit angekommen.
Umfrage zur Krebserkrankung

Irrglauben und Halbwissen

Dass Alkoholkunsum das Risiko einer Krebserkrankung erheblich steigern kann, ist noch nicht im Bewusstsein der Mehrheit angekommen.
Foto: Anouk Antony
Lokales 16.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Umfrage zur Krebserkrankung

Irrglauben und Halbwissen

Cheryl CADAMURO
Cheryl CADAMURO
Krebs ist hierzulande die zweithäufigste Todesursache. Doch viele Luxemburger wissen nicht, welche Risikofaktoren Krebs provozieren können – und wie eine Krebserkrankung sich bemerkbar macht.

(che) - Welche Verhaltensweisen das Krebsrisiko steigern, ist vielen Luxemburgern nicht bewusst – dies geht aus einer Umfrage von TNS-Ilres, die „Fondation Cancer“ in Auftrag gegeben hat, hervor. Jeder Fünfte weiß so beispielsweise nicht, welche Symptome auf eine Krebserkrankung hinweisen können.

Lucienne Thommes, Direktorin von „Fondation Cancer“ zeigte sich besorgt: „31 Prozent der Über 65-Jährigen konnten keine Krebssymptome nennen. Dabei sind es Menschen dieser Altersgruppe, die am häufigsten an Krebs erkranken.“ Das sei so verheerend, da die Früherkennung die Heilungschancen erheblich verbessere.

Doch auch die Ursachen einer Erkrankung werden falsch eingeschätzt. Und so weiß zwar die Mehrheit der 1050 befragten Personen, dass Tabakkonsum und Sonnenbestrahlung verstärkt dazu beitragen können, an Krebs zu erkranken.

Irrglauben und Halbwissen

Die Tatsache jedoch, dass Übergewicht und Alkoholkonsum das Risiko ebenfalls erheblich steigern können, ist noch nicht im Bewusstsein der Mehrheit angekommen.

Alarmierend, so Thommes, sei auch die Tatsache, dass Irrglauben und Halbwissen kursieren. Die Hälfte der Befragten ist so beispielsweise der Meinung, dass die Luftverschmutzung in Städten ebenso gefährlich sei wie Tabakkonsum.

Fast eben so viele denken, dass Krebs ausschließlich vererbt wird und dass eine positive Lebenseinstellung gar vor einer Krebserkrankung schützen kann. 41 Prozent denken sogar, dass der Verzicht auf Alkohol eher Krebs provoziere als der moderate Konsum von Wein.

Es gibt aber auch positive Ergebnisse. 68 Prozent der Befragten wissen, dass Sport und gesunde Ernährung dabei helfen können, das Krebsrisiko zu senken. Nichtsdestotrotz sind sich die Verantwortlichen von „Fondation Cancer“ im Klaren, dass noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden muss.


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