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Internationaler Tag der Milch am Montag: Die Milch macht's
Drei bis vier Portionen Milchprodukte am Tag sind laut Ernährungsberater gut für die Gesundheit.

Internationaler Tag der Milch am Montag: Die Milch macht's

Foto: Lex Kleren
Drei bis vier Portionen Milchprodukte am Tag sind laut Ernährungsberater gut für die Gesundheit.
Lokales 3 Min. 31.05.2015

Internationaler Tag der Milch am Montag: Die Milch macht's

Ein Hoch auf die Milch! Sie ist ein wichtiger Eiweiß- und Kalziumlieferant, weshalb ihr einmal jährlich ein ganzer Tag gewidmet ist: Der Tag der Milch. Doch nicht jeder kann sie bedenkenlos genießen.

(dho) - Von Klein auf wird uns bereits beigebracht, dass Milch trinken gesund ist und stark macht. Doch laut Statistiken leiden über zehn Prozent der Bevölkerung an Milchunverträglichkeit, auch Laktoseintoleranz genannt.

Milch als Kalziumlieferant: 
ob fettarm oder nicht

Dass Milch gesund ist und stark macht, ist eine weit verbreitete Meinung in unseren Kulturkreisen. Daher wird sie auch als Grundnahrungsmittel und nicht nur als Getränk angepriesen. Vom Kleinkind bis ins hohe Alter ist sie Lieferant wichtiger Nährstoffe. Zu fast 90 Prozent besteht Milch aus Wasser, 4,5 bis fünf Prozent aus Laktose, besser bekannt unter Milchzucker und zu ungefähr 3,5 Prozent aus Eiweiß. Der Fettanteil liegt zwischen 0,1 und 3,8 Prozent und den restlichen Anteil bilden Mineralstoffe und Vitamine. Darüber hinaus enthält Kuhmilch Kalzium und Phosphor, die für den Aufbau und den Erhalt von Knochen und Zähnen wichtig sind.

Die Milch zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie ein guter Eiweißlieferant ist und das Kalzium aus der Milch besonders gut vom menschlichen Körper aufgenommen werden kann. Laut Anne Zimmer, Ernährungsberaterin im „Hôpital Kirchberg“ sind „drei bis vier Milchprodukte am Tag zu empfehlen, um den täglichen Kalziumbedarf eines Erwachsenen zu decken“. Eine „Portion“ ist z.B. ein Glas Milch oder ein Yoghurt.

Ein positiver Effekt von Milch, wie auch aller anderen eiweißhaltigen Produkte, die einen hohen Kalziumgehalt aufweisen ist, dass sie über einen längeren Zeitraum das Hungergefühl stillen. Anders als beim Verzehr zuckerhaltiger Produkte, wie z. B. Schokolade bleibt der Blutzuckerspiegel länger konstant, sodass das Sättigungsgefühl länger anhält.

Fetthaltige Milch ist nicht nahrhafter als fettarme Milch. Die Ernährungsberaterin Anne Zimmer rät Erwachsenen zum Verzehr von fettarmer Milch, die einen Fettanteil zwischen 1,5 und 1,8 Prozent hat. Wesentliche Bestandteile der Milch wie Eiweiß, Kalzium und 
B-Vitamine sind gleichermaßen in fettarmer – und in Vollmilch enthalten. Fettarme Milch hat zwar weniger fettlösliche Vitamine A und D, diese kann man mit einer ausgewogenen Ernährung jedoch auch von anderen Lebensmitteln beziehen.

Laktoseintoleranz: Nicht jeder verträgt Milch

Leider verträgt nicht jeder Mensch Milch und Milchprodukte gleichermaßen. Schätzungsweise vertragen in Europa etwa zehn bis 15 Prozent aller Erwachsenen keine laktosehaltige Milch. Die Laktoseintoleranz, auch Milchzuckerunverträglichkeit genannt, entsteht durch eine verringerte oder fehlende Aktivität des Enzyms Laktase, das bei der Verdauung im Dünndarm den Milchzucker in seine Einzelbestandteile aufspaltet. Ein völliges Fehlen des Enzyms ist jedoch sehr selten und oft ist eine Restaktivität vorhanden.

Die Symptome einer Laktoseintoleranz können Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sein. Anne Zimmer weist aber darauf hin, dass es sich bei der Laktoseintoleranz nicht um eine Allergie handelt – insgesamt vertragen nur sehr wenige Menschen überhaupt keine Milchprodukte. Folgen, die durch einen zu geringen Verzehr von Milchprodukten entstehen können, sind der Mangel an Kalzium. Meist kann dann auf Sojaprodukte und andere kalzium- und eiweißhaltige Produkte ausgewichen werden. Mittlerweile existieren Milchprodukte, bei denen der Gehalt an Milchzucker von 4,6 bis 4,9 Prozent auf unter 0,1 Prozent reduziert wurde.

Darüber hinaus ist Milch auch kein Muss, sondern lediglich eine gute Möglichkeit, mit regionalen Produkten seinen Kalziumbedarf auf natürlichem Weg zu decken, so Zimmer. Es existieren nämlich viele Völker, die außer Muttermilch gar keine Milch verzehren und auch im asiatischen Raum ist Laktoseintoleranz weit verbreitet. Die Fähigkeit Milchzucker, auch als Erwachsener zu verdauen ist noch relativ „jung“ und wird auf 8 000 bis 9 000 Jahre geschätzt. Und, konsumiert man über längere Zeit keine Milchprodukte, kann sich das Laktase- Enzym zurückbilden, sodass man Milch irgendwann schlechter verträgt.

Zum Weltmilchtag, der jedes Jahr am 1. Juni gefeiert wird, verteilt der „Lëtzebuerger Verband fir Molkereifachleit an Mëllechwirtschaftler“ heute in der Hauptstadt auf dem Knuedler / Rue du Fossé ab 7.30 Uhr gratis Milchprodukte.



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