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Initiative im CHL: Ein Lächeln trotz Maske
Lokales 5 08.05.2020

Initiative im CHL: Ein Lächeln trotz Maske

Die Pfleger der onkologischen Station des CHL haben von Laura da Silva (links in Grün) eine Maske mit einem Lächeln erhalten.

Initiative im CHL: Ein Lächeln trotz Maske

Die Pfleger der onkologischen Station des CHL haben von Laura da Silva (links in Grün) eine Maske mit einem Lächeln erhalten.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 5 08.05.2020

Initiative im CHL: Ein Lächeln trotz Maske

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Mit ihren selbstgemalten Schutzmasken, den sogenannten Smiling Masks, will die gelernte Krankenschwester Laura da Silva die nonverbale Kommunikation im Krankenhaus stärken und den Patienten in der schweren Pandemiezeit ein positives Gefühl vermitteln.

Dass vor allem im Pflegewesen nonverbale Kommunikation eine wichtige Rolle spielt, möchte Laura da Silva, gelernte Krankenschwester und Betreiberin des Brustkrebsblogs des Centre hospitalier de Luxembourg (CHL), dieser Tage mit ihrer Initiative Smiling Masks zeigen. 

Laura da Silva arbeitet seit 25 Jahren im CHL. Die gelernte Krankenschwester betreibt derzeit den Brustkrebsblog des Krankenhauses: www.cancerseinchl.lu
Laura da Silva arbeitet seit 25 Jahren im CHL. Die gelernte Krankenschwester betreibt derzeit den Brustkrebsblog des Krankenhauses: www.cancerseinchl.lu
Foto: Gerry Huberty

„Leider geht in den Krankenhäusern zurzeit ein Teil des zwischenmenschlichen Kontakts zwischen Krankenpflegern und Patienten verloren, da die Mimik unter den Schutzmasken nur schwer zu erkennen ist. Das Pflegepersonal ist also besonders gefordert, wenn es darum geht, dem Patienten die nötige Zuversicht zu vermitteln“, erklärt die engagierte CHL-Mitarbeiterin. 



Psychologin Vanessa Grandjean steht Covid-19-Patienten zur Seite
Seit 16 Jahren übt sie diesen Beruf aus, eine Situation wie diese musste die 40-jährige Psychologin, Vanessa Grandjean, jedoch noch nie meistern. Täglich betreut sie im CHL infizierte Patienten und sorgt sich um deren Familien.

Mit ihren selbstbemalten Masken will Laura da Silva den Patienten ein wenig Freude vermitteln und ihnen möglicherweise auch selbst zu einem kleinen Lächeln verhelfen: „Die stationär behandelten Menschen leiden während der Pandemiezeit nämlich gleich doppelt. Sie müssen gegen ihre Krankheit ankämpfen und mit der Einsamkeit klarkommen. Da keine Besuche erlaubt sind, können sie nicht auf die Nähe ihrer Liebsten hoffen, das ist für manche Patienten sehr belastend“, meint da Silva. 

Die Smiling Masks, also lächelnden Schutzmasken, sollen demnach ein positives Gefühl vermitteln und die nonverbale Kommunikation stärken. 

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