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Welche Corona-Varianten sich aktuell in Luxemburg verbreiten
Lokales 2 Min. 30.07.2021
Infektionslage

Welche Corona-Varianten sich aktuell in Luxemburg verbreiten

Seit Beginn der Pandemie wurden in Luxemburg bereits 3,26 Millionen PCR-Tests ausgewertet.
Infektionslage

Welche Corona-Varianten sich aktuell in Luxemburg verbreiten

Seit Beginn der Pandemie wurden in Luxemburg bereits 3,26 Millionen PCR-Tests ausgewertet.
Foto: AFP
Lokales 2 Min. 30.07.2021
Infektionslage

Welche Corona-Varianten sich aktuell in Luxemburg verbreiten

Im jüngsten Bericht des Nationalen Gesundheitslabors sind die Gamma- und Delta-Stämme unter den untersuchten Covid-Proben fast gleich stark vertreten.

(pj/jt) - 14 Tage lang bildete Luxemburg einen Corona-Spezialfall. Während überall sonst die Delta-Variante bei den Neuinfektionen dominierte, trat im Großherzogtum überwiegend die Gamma-Mutante des Virus auf. Diese Woche erklärte der Leiter des Laboratoire National de Santé (LNS) die Ursache für diese Besonderheit. Nach Angaben von Dr. Trung Nguyen stammen die meisten der im Land neu entdeckten Corona-Fälle aus einem bestimmten Cluster, dessen Quelle bei den jüngsten Menschenansammlungen rund um den Nationalfeiertag ausgemacht wurde.

Viele infizierte Menschen kamen damals an einem Ort zusammen. Zuhause steckten sie weitere Personen an, so ging es über mehrere Tage. Nguyen ging jedoch davon aus, dass die Delta-Variante bald wieder die Oberhand gewinnen würde, und genau dieses Phänomen bestätigt sich nun im neuen LNS Revilux-Bulletin am Freitag. Gamma geht zurück und Delta nimmt wieder seine dominante Stellung ein.

Sorge vor vierter Welle

Allerdings verläuft der Übergang nicht abrupt: Die beiden Virusstämme liegen nach der Sequenzierung von 425 positiven Testproben fast gleichauf: 49,2 Prozent entfallen auf die Delta-Variante (früher: indische Variante) und 47,8 Prozent auf Gamma (früher: brasilianische Variante). Diese beiden Mutationen sind für ihre hohe Übertragungsrate in der Bevölkerung bekannt und werden von den Behörden mit besonderer Vorsicht betrachtet. Sie könnten in der Tat die Ursache für einen erneuten Ausbruch der Epidemie und für eine „vierte Welle“ am Ende der Sommerferien sein.

In ihrer wöchentlichen Analyse stellen die LNS-Teams auch fest, dass Gamma und Delta die Infektionslage bestimmen. So wurde die Alpha-Variante (früher: britische Variante) nur noch in 2,6 Prozent der untersuchten Proben nachgewiesen, und von der Beta-Variante (früher: südafrikanische Variante) fehlt mittlerweile jede Spur.

Das Gesundheitsministerium stellt sich auf die neuen Begebenheiten ein und führt ab dem 9. August eine neue Testmethode ein. Im Large-Scale-Testing-Zentrum in Howald müssen Personen, die sich testen lassen wollen, ihren Mund nicht mehr weit öffnen, um eine Probe abzugeben – es reicht, wenn sie in einen Testbehälter spucken. Es ist dann Aufgabe des vom LST beauftragten Labors, die viralen Spuren in diesem Speichel nachzuweisen. Wenn es sich bewährt, könnte das neue Verfahren zur Rentrée auch in den Schulen eingeführt werden.

Link zur Originalstory auf wort.lu/fr

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