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Industriezone "Scheleck": Protestaktion bei Luxguard
Lokales 12.11.2012 Aus unserem online-Archiv

Industriezone "Scheleck": Protestaktion bei Luxguard

Protestaktion in der Industriezone "Scheleck".

Industriezone "Scheleck": Protestaktion bei Luxguard

Protestaktion in der Industriezone "Scheleck".
Foto: Marc Wilwert
Lokales 12.11.2012 Aus unserem online-Archiv

Industriezone "Scheleck": Protestaktion bei Luxguard

Die Gewerkschaft OGB-L hat für den Montag in Bettemburg zu einer Demonstration mit der Belegschaft des Flachglaswerks Luxguard aufgerufen. Diese soll um 13 Uhr mittags beginnen, doch auch schon am frühen Morgen hatten sich mehrere Mitarbeiter in der "Industriezone "Scheleck" für eine Protestaktion eingefunden.

(hay/mk) - Die Gewerkschaft OGB-L hat für den Montagmittag in Bettemburg zu einer Demonstration mit der Belegschaft des Flachglaswerks Luxguard aufgerufen. Diese soll um 13 Uhr mittags beginnen, doch auch schon am frühen Morgen hatten sich mehrere Mitarbeiter in der "Industriezone "Scheleck" für eine Protestaktion eingefunden. Zeitweise kam es dadurch zu Problemen im Straßenverkehr. 

Der Grund für die Demonstration am Montagmittag ist der geplante Stellenabbau bei Luxguard. Der OGB-L befürchtet nämlich, dass es in dem Unternehmen zu Entlassungen kommt - dies jedoch ohne einen entsprechenden Sozialplan für die Betroffenen

In einer Mitteilung prangert der OGB-L die Vorgehensweise des Betriebes gegenüber seinen Mitarbeitern an. Damit Luxguard in einen neuen Ofen investiere, müssten die Angestellten nämlich eine Gehaltsreduzierung von 20 Prozent sowie einen Stellenabbau in Kauf nehmen. Dies sei Erpresssung, meint die Gewerkschaft. Bei einem Referendum hätten 80 Prozent der Teilnehmer solche Senkungen ohne einen garantierten Erhalt ihrer Arbeitsplätze abgelehnt.

Eine erste Warnaktion

Seit dem 6. November habe die Direktion bereits sechs Mitarbeiter zu Unterredungen gerufen, um sie wegen wirtschaftlicher Ursachen zu entlassen. Drei weitere befristete Verträge seien bereits aufgelöst und zwei auf Probe angestellten Arbeitern sei gekündigt worden. Die Direktion habe desweiteren angekündigt, den Druck aufrecht zu erhalten, bis die Mitarbeiter oder Delegation und Gewerkschaft mit einem Abbau der sozialen Errungenschaften einverstanden seien.

Die von der Entlassung bedrohten Angestellten arbeiteten seit langem im Betrieb und viele von ihnen seien über 60 Jahre alt. Zudem wolle die Direktion weder etwas von einem Plan zum Stellenerhalt oder den vorzeitigen Ruhestand noch über eine Reklassierung von Angestellten in den Guardian-Niederlassungen in Niederkerschen oder Grevenmacher wissen.

Die heutige Aktion sei eine erste Warnung. Weitere würden folgen, so der OGB-L.