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Industriebrache: Staat kauft sich bei ArcelorMittal ein
Lokales 2 Min. 03.05.2016

Industriebrache: Staat kauft sich bei ArcelorMittal ein

In Düdelingen ist die Rede von 1000 neuen Wohnungen, die auf dem früheren Werksgelände entstehen könnten.

Industriebrache: Staat kauft sich bei ArcelorMittal ein

In Düdelingen ist die Rede von 1000 neuen Wohnungen, die auf dem früheren Werksgelände entstehen könnten.
Foto: Lex Kleren
Lokales 2 Min. 03.05.2016

Industriebrache: Staat kauft sich bei ArcelorMittal ein

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Regierung und ArcelorMittal sind zu einer Einigung gekommen: Der Staat kauft dem Stahlriesen rund 60 Hektar Bauland auf früheren Industriebrachen ab. Betroffen sind Beles, Düdelingen, Petingen und Wiltz. Zum Teil stehen noch Sanierungen an.

(na) - In den kommenden Monaten wird der Staat Bauland von sechs ArcelorMittal Industriebrachen erwerben. Betroffen sind Standorte in Beles, Bettemburg, Düdelingen, Esch/Lallingen, Petingen und Wiltz. Die Gespräche mit ArcelorMittal über einen möglichen Erwerb dauern bereits seit Jahren an.

Umzug des ArcelorMittal-Sitzes brachte Stein ins Rollen

Den Stein ins Rollen brachte der Wunsch des Stahlriesen, seinen Hauptsitz, derzeit im Bahnhofsviertel in Luxemburg, zu verlegen. Bei den Diskussionen kam heraus, dass, laut Wohnungsbauminister Marc Hansen, "eine beeindruckende" Anzahl an Bauland zur Verfügung steht.

Alleine in Düdelingen, Wiltz, Petingen und Beles sollen rund 60 Hektar frei werden. Dort könnten laut Schätzungen rund 1500 Wohnungen entstehen, der Großteil davon in Düdelingen. Der Preis pro Ar, Sanierungskosten inbegriffen, belaufe sich durchschnittlich auf rund 8200 Euro.

Hier die Standorte im Überblick:

Beles

Der Staat kauft rund 5,15 Hektar auf einem Gelände hinter der Rue de l'usine, unweit von Belval. Der Preis beträgt 5,25 Millionen Euro. 75 Wohnungen könnten hier entstehen. Das Gelände muss nicht saniert werden.

Düdelingen

Es kommt Bewegung in die Akte "Nei Schmelz". Das Walzwerk steht bereits seit 2005 still. Damals wurde ausgehandelt, dass der Betreiber den Standort zu einem "niveau de terrain industriel" sanieren sollte. Dies sei aber nur zum Teil geschehen, erklärte Marc Hansen am Dienstag. So bleiben Sanierungsarbeiten für rund 6,5 Millionen Euro zu erledigen.

Diese übernimmt nun der Staat. Im Gegenzug erhält er zwei zusätzliche Gelände, die jeweils 94 und 95 Ar groß und unbelastet sind.

Weiter wird der Staat noch 20,8 Millionen investieren müssen (also insgesamt 27,3 Millionen Euro), damit das Gelände für Wohnzwecke benutzt werden kann.

Langfristig sollen hier 1000 Wohnungen entstehen. Ein erster Teilbebauungsplan könnte im Herbst in die Prozedur gehen. Wann die ersten Bagger rollen, ist noch nicht gewusst.

Bettemburg

Der Staat wird für 16 Millionen Euro ein Gelände von 10,7 Hektar übernehmen. Es soll ein Industriestandort bleiben. So könnte es einem ausländischen Betrieb, der nach Luxemburg kommen möchte, angeboten werden, erklärte Innenminister Dan Kersch.

Esch/Lallingen

Innenminister Dan Kersch bestätigte, dass auf dem Parkplatz vor dem Werk ein Polizeikommissariat und ein Einsatzzentrum für Rettungskräfte entstehen sollen. Die Feuerwehr und Rettungskräfte aus Esch/Alzette und Schifflingen werden sich das neue Zentrum teilen. Es soll zum Haupteinsatzzentrum der Südregion werden, mit 18 Feuerwehrleuten die dort 24/24 einsatzbereit sein sollen.

Das Polizeizentrum wird die aktuellen Polizeikommissariate aus Esch, Schifflingen und Monnerich gruppieren. Was aber nicht bedeute, dass das Escher Zentrum über kein Kommissariat mehr verfügen werde so, Kersch.

Baubeginn soll 2017 sein.

Petingen

Hier handelt es sich um die frühere Ecosider, entlang der Bahngleise. Das Terrain sei nur punktuell leicht verschmutzt, sodass für die Sanierung etwa 200000 Euro eingerechnet werden. Der Staat erwirbt es zum Preis von 8,5 Millionen Euro. Hier könnten etwa 210 Wohnungen entstehen.

Wiltz

Der Staat kauft ein 7,7 Hektar großes Areal der früheren Circuit Foil. Dieses grenzt an das Wohnprojekt "Wunne mat der Woltz", das bereits in Umsetzung sei. 200 zusätzliche Wohneinheiten könnten hier gebaut werden. Zuvor muss der Staat aber noch 6,146 Millionen Euro investieren, um das Gelände zu sanieren.






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