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Projekt eines Radwegs in der Avenue Pasteur auf Eis gelegt
Lokales 14.09.2021
In Luxemburg-Limpertsberg

Projekt eines Radwegs in der Avenue Pasteur auf Eis gelegt

Der Wunsch der Opposition ist eine Avenue Pasteur ohne Durchgangsverkehr.
In Luxemburg-Limpertsberg

Projekt eines Radwegs in der Avenue Pasteur auf Eis gelegt

Der Wunsch der Opposition ist eine Avenue Pasteur ohne Durchgangsverkehr.
Foto: Chris Karaba
Lokales 14.09.2021
In Luxemburg-Limpertsberg

Projekt eines Radwegs in der Avenue Pasteur auf Eis gelegt

David THINNES
David THINNES
In Limpertsberg sollte bis zum Sommer ein Fahrradweg entstehen. Dem ist nicht so. Wie es weiter geht, steht nicht fest.

Das Projekt eines Fahrradwegs in der Avenue Pasteur wird überdacht: So lautet die Zusammenfassung nach einer Bürgerversammlung am Montagabend im Sport- und Kulturzentrum Tramsschapp.

Eigentlich sollten die Bewohner des Viertels Limpertsberg über die Entwicklung der Baustelle informiert werden. „Es gab bereits im Vorfeld viele Reaktionen von Bürgern. Ich denke, der Schöffenrat hat sich dem Druck gebeugt und das aktuelle Projekt auf Eis gelegt“, erklärt Claudie Reyland, die für Déi Gréng im Gemeinderat der Hauptstadt sitzt und in Limpertsberg wohnt.


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Eigentlich sollte der Fahrradweg, der zwischen dem Glacis und der Rue Henri VII verlaufen soll, in diesem Sommer fertig sein. Das Projekt war Ende Februar 2020 im Gemeinderat mit den Stimmen der Mehrheit angenommen worden. Die Opposition, bestehend aus Déi Gréng, Déi Lenk, ADR und LSAP, hatte sich enthalten. Doch die Arbeiten konnten nicht wie geplant Anfang Februar beginnen, da eine Genehmigung vom Umweltministerium für das Fällen von Bäumen fehlte. Diese liegt seit dem 9. August 2021 vor. 23 Bäume sollten verschwinden, genauso wie 28 Parkplätze.

Beruhigung des Durchgangsverkehrs

„Déi Gréng hatten bereits damals den Vorschlag gemacht, die ganze Avenue Pasteur für den Durchgangsverkehr zu schließen“, so Reyland: „Wir waren nie damit einverstanden, nur auf einem kleinen Teil der Avenue Pasteur, etwa 230 Meter, einen Radweg zu bauen. Wir sind uns bewusst, dass es eine Herausforderung ist, den Durchgangsverkehr an dieser Stelle rauszubekommen. Aber der Schöffenrat muss nun Willen und politischen Mut beweisen.“


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Mit einer Beruhigung des Durchgangsverkehrs würde vor allem auch eine Verbesserung für die anliegenden Restaurants mit ihren Terrassen, die in der Corona-Pandemie entstanden sind, herbeigeführt werden. „Momentan fahren einem die Autos dort über den Teller“, erklärt Reyland.

Bei der Versammlung am Montag hat Bürgermeisterin Lydie Polfer laut Claudie Reyland das Wort Shared-Space benutzt. Wie es aber nun weiter geht, steht noch nicht fest. Eine Arbeitsgruppe soll das Projekt nun neu analysieren.

Serge Wilmes (CSV), Erster Schöffe, äußert sich bei Facebook folgendermaßen: „Dieses Projekt wurde 2019 in einer Bürgerversammlung als Kompromiss zurückbehalten. Dies ist nicht nur ein Projekt des Schöffenrates, sondern wurde auch vom Interessenverein getragen. Wir haben uns nun offen gezeigt, das Konzept gegebenenfalls anzupassen. Alle Bürger von Limpertsberg sollen sich beteiligen.“

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