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In erster Instanz verurteilt: 15 Monate auf Bewährung nach Drohungen gegen Bettel
Lokales 25.11.2015 Aus unserem online-Archiv

In erster Instanz verurteilt: 15 Monate auf Bewährung nach Drohungen gegen Bettel

In erster Instanz verurteilt: 15 Monate auf Bewährung nach Drohungen gegen Bettel

Foto: Marc Wilwert
Lokales 25.11.2015 Aus unserem online-Archiv

In erster Instanz verurteilt: 15 Monate auf Bewährung nach Drohungen gegen Bettel

Wenige Tage vor dem Referendum hatte Jean-Luc B. den Premierminister Xavier Bettel nicht nur beleidigt, sondern auch Morddrohungen gegen ihn ausgesprochen. Am Mittwoch wurde er in erster Instanz zu einer Haftstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt.

(SH) - Wenige Tage vor dem Referendum hatte Jean-Luc B. den Premierminister Xavier Bettel nicht nur beleidigt, sondern auch Morddrohungen gegen ihn ausgesprochen. Am Mittwoch wurde er in erster Instanz zu einer Haftstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt.

Zu den Auflagen zählt u.a., dass sich der 21-Jährige, der aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammt, einer psychiatrischen Behandlung unterzieht.

In einer Facebook-Nachricht hatte Jean-Luc B. Premierminister Xavier Bettel am 3. Juni nicht nur beleidigt, sondern auch zum Hass aufgerufen und Morddrohungen gegen den Politiker ausgesprochen. In Anspielung auf den DP-Slogan für das konsultative Verfassungsreferendum vom 7. Juni hatte er einen Eintrag mit den Worten „drei Mal Ja um dir eine Kugel zu geben“ auf die Timeline des Premierministers gepostet.

Bereits vorher aufgefallen

Es sei eine blöde Überlegung gewesen, zeigte sich der Angeklagte während der Verhandlung einsichtig. Seine Mutter habe ihm erzählt, dass der Premierminister in einem Interview die Luxemburger als „dumm und rassistisch“ bezeichnet hatte. Daraufhin sei er ausgeflippt, warum könne er nicht sagen.

Er habe nicht gedacht, dass seine Nachricht sich so schnell im Internet verbreite, erklärte Jean-Luc B. weiter.

Allerdings war das Facebook-Profil des heute 21-Jährigen den Ermittlern der Polizei bereits vor dem 3. Juni aufgefallen. Auffällig sei das Profil geworden, weil gleich mehrere Fotos mit rassistischem und rechtsextremem Charakter veröffentlicht wurden, hatte der Ermittler erklärt.

Jean-Luc B. hatte noch am 3. Juni seinen Benutzernamen geändert und mehrere Bilder gelöscht.


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21.09.12 cite judiciaire luxembourg, justice gericht luxemburg, justiz, gerechtigkeit,  , photo: Marc Wilwert