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In der Notaufnahme: Wegweiser zum 16. Sonntag im Jahreskreis
Lokales 22.07.2017 Aus unserem online-Archiv

In der Notaufnahme: Wegweiser zum 16. Sonntag im Jahreskreis

"Und so bete ich für die Kranken und Verletzten im Wartebereich der Notaufnahme sowie für alle Patienten im Krankenhaus …"

In der Notaufnahme: Wegweiser zum 16. Sonntag im Jahreskreis

"Und so bete ich für die Kranken und Verletzten im Wartebereich der Notaufnahme sowie für alle Patienten im Krankenhaus …"
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Lokales 22.07.2017 Aus unserem online-Archiv

In der Notaufnahme: Wegweiser zum 16. Sonntag im Jahreskreis

Gott teilt unser Schicksal, er ist einer von uns, mit diesem Thema befasst sich Daniela Steil, anlässlich eines Besuches bei der Notaufnahme.

Notaufnahme Samstagnachmittag, Notaufnahme in einem großen Krankenhaus. Ich begleite meine Schwägerin, die unglücklich über ihren jungen Hund gestolpert und auf ihr Handgelenk gefallen ist. Mit schmerzverzerrtem Gesicht sitzt sie neben mir. Bleich und still. Noch wissen wir nichts, hoffen aber, dass es kein komplizierter Bruch ist und eine OP ansteht.

Der Warteraum ist voll besetzt. Manche offensichtlich verletzt, bei anderen ist es  äußerlich nicht erkennbar. Ich schaue mich um und sehe zwei TV Geräte, die die Wartezeit verkürzen sollen. Wir sitzen … kurze Voruntersuchung und wieder sitzen mit Stützverband … es geht nur schleppend voran, es sind halt viele Patienten, ich höre ein Martinshorn … Notfall. Natürlich hat hier jemand Vorrang. Wieder warten. Die Patienten sind ungeduldig, haben Angst und Schmerzen, meiner Schwägerin geht es genauso: „Wann kommen wir denn endlich dran?“

Mein Blick fällt auf ein modernes christliches Kreuz. Gefällt mir. Und ich denke; Bete, dann vergeht die Zeit mit etwas Sinnvollem. Das mache ich oft wenn ich warten muss. Und so bete ich für die Kranken und Verletzten im Wartebereich der Notaufnahme sowie für alle Patienten im Krankenhaus … für meine Familie, für alles, was mir gerade so einfällt. Schließlich ist es soweit. Wir sind „dran“.

Die konkrete Untersuchung startet und während der Behandlung meiner Schwägerin schaue ich mich wieder um. Auch hier im Ambulanzraum hängt ein kleines Kreuz, daneben ein Plakat mit einem schönen christlichen Motiv, das aussagt: Gott teilt unser Schicksal, er ist einer von uns, kennt unsere Schmerzen, bzw. steht uns beschützend zur Seite.

Ein wohltuender Gedanke. Als meine Schwägerin später mit einem Gibsarm versehen ist, sagt sie zu mir: „Danke, ich habe mich gut aufgehoben gefühlt, bei dir, den Ärzten und dem christlichen Umfeld hier.“

Daniela Steil, Pastoralreferentin für Kinder- und Jugendpastoral, Region Osten 

- Alle "Wegweiser"-Texte finden Sie in unserem Dossier.



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