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In der „Minette“-Region: Neue Pisten für Mountainbikefahrer
Lokales 2 Min. 13.01.2017

In der „Minette“-Region: Neue Pisten für Mountainbikefahrer

mountainbikefahrer dürfen such auf zwei neue Strecken im Süden freuen.

In der „Minette“-Region: Neue Pisten für Mountainbikefahrer

mountainbikefahrer dürfen such auf zwei neue Strecken im Süden freuen.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 13.01.2017

In der „Minette“-Region: Neue Pisten für Mountainbikefahrer

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Nicht nur die Natur hat die früheren Tagebaugebiete zurückerobert, auch immer mehr Mountainbikefahrer zieht es in die Südregion. Um zu wissen wie viele, will das ORT Sud Mountainbikezähler einsetzen, während bald zwei neue Pisten eingeweiht werden sollen.

(na) - Der Regen schaffte es am Donnerstag nicht Ralf Gilberts von seiner Mountainbiketour abzuhalten. „Wir haben den ,Red‘ hinter uns“, erzählt er, gerade auf dem Parkplatz beim Boulodrome in Düdelingen angekommen.

Übersetzt für Nicht-Mountainbikefahrer bedeutet dies, dass er gerade die 24,5 Kilometer der roten Piste im Naturreservat Haardt abgespult hat. Wer Zweifel daran haben sollte, dürfte der Zustand seiner Kleider überzeugen.

Waschstationen für Mountainbikes

Ralf Gilberts wüsste die neue Mountainbikewaschstation in Düdelingen schon zu gebrauchen. In Zukunft werden Fahrer ihre Mountainbikes hier waschen und die Räder aufpumpen können.
Ralf Gilberts wüsste die neue Mountainbikewaschstation in Düdelingen schon zu gebrauchen. In Zukunft werden Fahrer ihre Mountainbikes hier waschen und die Räder aufpumpen können.
Foto: Nicolas Anen

Entsprechend interessiert schaut er sich die Mountainbikewaschanlage an, die dort vor kurzem errichtet wurde, aber noch nicht in Betrieb ist.

Doch dies dürfte bald der Fall sein, verspricht Lynn Reiter, Leiterin des ORT Sud („Office du tourisme régional“). In Planung sind noch weitere solcher Waschstationen, möglichst nahe an den Ausgangspunkten der verschiedenen Mountainbiketrails.

Noch ist die Station nicht in Betrieb. Doch dies soll sich bald ändern.
Noch ist die Station nicht in Betrieb. Doch dies soll sich bald ändern.
Foto: Nicolas Anen

Streckennetz wird ausgeweitet

Deren hat die Südregion seit letztem Jahr sechs zu bieten. Dies entspricht 121 Kilometer Piste. Sie befinden sich auf der Haard (zwischen Düdelingen und Kayl), im Ellergronn, auf dem Beleser Galgenberg und dem Lalléngerbierg. Ein sechster „Trail“ wird in Weiler-la-Tour angeboten.

Auf dem Lalléngerbierg und im Fond-de-Gras

Zwei neue Strecken werden im April dazu kommen, so Lynn Reiter vom ORT Sud.
Zwei neue Strecken werden im April dazu kommen, so Lynn Reiter vom ORT Sud.
Foto: Lucien Wolff

Im April sollen weitere dazukommen. Die Strecke auf dem Lalléngerbierg soll ausgeweitet werden (von heute 6,2 auf ganze 36,5 Kilometer) und es soll eine neue Piste im Raum Differdingen beim Fond-de-Gras eröffnet werden.

Diese soll dann auch durch einen Weg Belval entlang an den Ellergronn angebunden werden. Somit dürfte das Pistennetz auf 200 Kilometer anwachsen.

Publicity-Arbeitläuft

  „Damit können wir Leute anziehen“, ist sich Lynn Reiter sicher. Die Publicity-Arbeit ist auch bereits am Laufen. So war der ORT Sud auf der Messe „Bikemotion“ in Utrecht (NL) vertreten. Und nächste Woche sollen die Pisten im Land der roten Erde den Besuchern der Fahrradmesse in Courtrai (B) schmackhaft gemacht werden.

Bevor am 28. und 29. Januar das große Stelldichein für alle Mountainbikefans bevorsteht: die Cyclo-Cross-Weltmeisterschaft in Belval. Hier wird der ORT Sud mit dem „Promocube“ vor Ort sein, der bereits bei Events wie dem „Strongmanrun“ in den Einsatz kam.

Unsichtbare Mountainbikezähler

Mountainbikezähler sollen Auskunft über die Nutzung der Strecken geben.
Mountainbikezähler sollen Auskunft über die Nutzung der Strecken geben.
Foto: Pierre Matgé

Bleibt die Frage, wie viele Touristen tatsächlich in die „Minette“-Region kommen, um hier Mountainbike zu fahren. Auf einen Teil dieser Frage soll es künftig eine Antwort geben.

So ist geplant, im März an vier Strecken (Haard, Ellergronn, Lalléngerbierg und Fond-de-Gras) jeweils einen Mountainbikezähler einzugraben.

„Sie werden so installiert sein, dass man sie nicht sieht“, erklärt Lynn Reiter weiter. Konkret werden unterhalb der Piste Induktionsschleifen vergraben, die mit einem Zähler verbunden sind. Dieser wird die Daten in Echtzeit weitergeben.

Ein Fahrrad von einem Wildschwein unterscheiden

„Das System ist so konzipiert, dass ein Fahrrad von einem Kinderwagen oder einem Wildschwein unterschieden werden kann“, erklärt Lynn Picard noch. Solche System würden übrigens bereits von der Straßenbauverwaltung auf den Fahrradpisten genutzt und im Müllerthal, um Wanderer zu zählen.

Erhofft wird sich, mit der Zeit ein Wachstum zu messen. Denn ein Ziel ist es auch, Mountainbikefahrer aus dem Ausland anzulocken.

17 Euro pro Tagestourist

Tagestouristen würden geschätzt 17 Euro im Land lassen. Deshalb wurden innerhalb von zwei Jahren (Mountainbikezähler inbegriffen) rund 80 000 Euro in das Projekt investiert.

Wer auf den Pisten im Land der roten Erde unterwegs ist, dürfte festgestellt haben, dass manche Mountainbikefahrer tatsächlich aus dem Ausland kommen. So auch Ralf Gilberts. Zwar stammt er aus der Südregion. Doch mittlerweile wohnt er in Deutschland ...


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