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Impfzentrum in Findel öffnet seine Türen
Lokales 6 3 Min. 12.04.2021

Impfzentrum in Findel öffnet seine Türen

Am Montag eröffnete das Impfzentrum im Hangar der Air Rescue seine Türen.

Impfzentrum in Findel öffnet seine Türen

Am Montag eröffnete das Impfzentrum im Hangar der Air Rescue seine Türen.
Foto: Chris Karaba
Lokales 6 3 Min. 12.04.2021

Impfzentrum in Findel öffnet seine Türen

In der neuen Struktur sollen bis zu 9.000 Personen pro Woche geimpft werden können. Es ist das fünfte Zentrum des Landes.

(m.r.) - Die Ortschaft Findel in der Gemeinde Sandweiler verbinden die meisten Menschen vor allem mit einem: Urlaub. Denn immerhin liegt der Flughafen auf dem Gebiet des Orts. In Zeiten der Corona-Pandemie ist Reisen allerdings beschwerlich und mit zahlreichen Risiken verbunden.

Damit unter anderem dieser Umstand wieder der Vergangenheit angehören kann, kommt einer anderen Struktur in Findel nun eine wichtige Bedeutung zu. Gestern eröffnete in einem Hangar der Luxembourg Air Rescue das fünfte Impfzentrum des Landes seine Türen. Bis zu 9.000 Personen sollen hier wöchentlich geimpft werden können. Zunächst läuft der Betrieb allerdings noch nicht auf maximaler Kapazität. Sechs der zwölf möglichen Impfkabinen werden genutzt.

Anlässlich der Eröffnung des Zentrums gab es gestern in Findel hohen Besuch. Premierminister Xavier Bettel und der Minister für soziale Sicherheit, Romain Schneider, besichtigten am Vormittag das Zentrum. Romain Schneider übernimmt derzeit die Amtsgeschäfte der gesundheitlich angeschlagenen Gesundheitsministerin Paulette Lenert, die voraussichtlich erst am 19. April wieder im Dienst sein wird.

Begleitet wurden die beiden Minister aber auch von einer Reihe von hohen Beamten – darunter auch Luc Feller. Der Leiter des Haut Commissariat de la Protection Nationale (HCPN) ist Co-Präsident der Covid-19-Krisenzelle und organisiert logistisch die Impfung der Bevölkerung.


10.04.2021, USA, Orlando: Eine Krankenschwester gibt Naieth Cortez eine Spritze mit dem Johnson & Johnson Corona-Impfstoff an einer Drive-Thru-Impfstelle. Das Corona-Impfprogramm in den USA kommt weiter rasant voran. Foto: Paul Hennessy/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Johnson & Johnson startet mit Lieferung in der EU
Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten.

„Stand heute sollen voraussichtlich bis zum 1. Juli 150.000 weitere Personen hierzulande geimpft werden können“, sagt Luc Feller. Dabei handele es sich aber um eine vorsichtige Schätzung, da bislang nicht alle Impfstoffhersteller verbindliche Angaben zu den Lieferungen gemacht haben. Man hoffe aber natürlich diese Zahlen überbieten zu können.

Im Laufe der Woche soll nun auch ein neuer Impfstoff hierzulande zum Einsatz kommen. Es wird nämlich eine Lieferung des Wirkstoffes von Johnson&Johnson erwartet. Allerdings umfasst dieser nur 4.800 Impfdosen. Der Stoff habe allerdings das Potenzial die Impfkampagne zu beschleunigen, da nur eine statt zwei Dosen für einen ausreichenden Impfschutz notwendig sind. Insgesamt könnten bislang bis zu 55.000 Personen pro Woche geimpft werden. Zwischen 75 und 77 Prozent der kontaktierten Personen würden derzeit auch einen Termin in einem Impfzentrum vereinbaren, so Luc Feller.

Luc Feller ist für Luxemburgs Impfkampagne verantwortlich.
Luc Feller ist für Luxemburgs Impfkampagne verantwortlich.
Foto: Chris Karaba

In den vergangenen Monaten habe man viele Erfahrungen gesammelt und die Abläufe in den Impfzentren leicht angepasst. Statt sieben können nun fast ein Dutzend Personen pro Stunde geimpft werden können.

Nach jeder Impfung werden die Geimpften in einen Ruheraum gebracht, wo sie eine gewisse Zeit beobachtet auf ernstere Nebenwirkungen, wie eine schwere allergische Reaktion, beobachtet werden. Bei den rund 130.000 verabreichten Dosen hätten zwei Personen vom Ruheraum aus in ein Krankenhaus gebracht werden müssen. Ansonsten seien grundsätzlich nur die gängigen Impfreaktionen zu beobachten.

Eine logische Entscheidung

Die Entscheidung ein Impfzentrum im Hangar der Luxembourg Air Rescue zu errichten, war laut dem Präsidenten der Vereinigung, René Closter, ein logischer. Immerhin würde in Findel dafür nicht nur die notwendige Infrastruktur, sondern auch das erforderliche Personal zur Verfügung stehen. „Wir konnten der Regierung das gesamte Paket anbieten“, so René Closter. Und so seien zu einem Großteil auch Mitarbeiter der Air Rescue im Impfzentrum tätig.

Einen Einfluss auf die Rettungseinsätze hätte dies allerdings nicht. Da insgesamt weniger Personen verreisen würden, müsse die Vereinigung auch weniger Missionen ins Ausland fliegen. Die Flugmaschinen der Vereinigung würden indes nun in einem anderen Hangar gewartet werden, den die Vereinigung erst kürzlich in Betrieb genommen habe. 

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