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Immer weniger Luxemburger greifen zur Zigarette
Lokales 31.05.2012 Aus unserem online-Archiv

Immer weniger Luxemburger greifen zur Zigarette

Auf der Facebook-Seite "Bravo...d'avoir arrëté" wird die Kampagne vorgestellt.

Immer weniger Luxemburger greifen zur Zigarette

Auf der Facebook-Seite "Bravo...d'avoir arrëté" wird die Kampagne vorgestellt.
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Lokales 31.05.2012 Aus unserem online-Archiv

Immer weniger Luxemburger greifen zur Zigarette

Seit 1987 macht der Weltnichtrauchertag der Weltgesundheitsorganisation WHO jeweils zum 31. Mai auf die Gefahren des Tabakkonsums aufmerksam. In Luxemburg sterben jährlich bis zu 600 Menschen an den Folgen des aktiven oder passiven Tabakkonsums.

(jw/p24) - Seit 1987 macht der Weltnichtrauchertag der Weltgesundheitsorganisation WHO jeweils zum 31. Mai auf die Gefahren des Tabakkonsums aufmerksam. Weltweit sterben jährlich fast 6 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, rund zehn Prozent davon Passivraucher.

Unter dem Motto “Stopp dem Einfluss der Tabakindustrie” hat die Weltgesundheitsorganisation den Tag in diesem Jahr gestellt. In Luxemburg heißt das Motto “Bravo... d'avoir arrêté” und richtete sich also eher an diejenigen, die dem Glimmstengel bereits erfolgreich den Rücken gekehrt haben. Auf einer Pressekonferenz bestätigte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo, dass die Tabakindustrie hierzulande nur wenig Einfluss auf Gesetze zum Rauchverbot in Kneipen nehme.

Rauchverbot geht seinen Weg

Der Gesundheitsminister gab Auskunft über das entsprechende Gesetz zum Rauchverbot. Es gebe konstruktive Gespräche mit dem Koalitionspartner und in Kürze könnten die nächsten Schritte eingeleitet werden. „Die vom Staatsrat angeregten Konsultationen von Partnern und betroffenen Parteien sind so gut wie abgeschlossen. Es stehen noch einzelne Stellungnahmen aus, die in Kürze erwartet werden“, hatte der Gesundheitsminister am Mittwoch dem Luxemburger Wort bestätigt. „Das Gesetz wird seinen Weg gehen“, versprach Di Bartolomeo.

Cafés und Gaststätten könnten aber jetzt schon freiwillig mitmachen und rauchfreie Räume anbieten. Dazu hätte die Regierung das Label “Bistro ouni Damp” ins Leben gerufen. Außerdem steht Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, eine moderierte Facebook-Seite zur Verfügung.

In Luxemburg sind es jedes Jahr bis zu 600 Menschen, die dem aktiven oder passiven Rauchen erliegen. Davon geht die „Fondation Cancer“ aus, die zum heutigen Weltnichtrauchertag daran erinnert, dass die Zeit zum Handeln gekommen sei.

Einige Zahlen geben der Krebsstiftung Anlass zur Hoffnung: Nur noch 22 Prozent der Bevölkerung Luxemburgs greifen zum Glimmstengel, 58 Prozent der Raucher wollen damit aufhören. Noch nie war der Prozentsatz der Raucher so niedrig wie 2011.