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Immer mehr Anträge auf luxemburgische Staatsbürgerschaft
Lokales 03.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Immer mehr Anträge auf luxemburgische Staatsbürgerschaft

Immer mehr Anträge auf luxemburgische Staatsbürgerschaft

Foto: Lex Kleren
Lokales 03.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Immer mehr Anträge auf luxemburgische Staatsbürgerschaft

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
11.451 Ausländer haben im vergangenen Jahr die luxemburgische Staatsbürgerschaft angenommen. Die Anzahl der Anträge ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Anzahl der Ausländer, die die luxemburgische Nationalität angenommen haben, mehr als verdoppelt. Die Zahl stieg von 5.306 (2015) auf 11.451 (2019) an. Dies teilt das Justizministerium am Montag mit.

Besonders auffällig ist, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der britischen Staatsbürger deutlich gestiegen ist. Dies ist wohl auf den Brexit zurückzuführen. Lag die Zahl 2015 noch bei 75, stieg sie 2017 auf 384, 2018 435 und 2019 auf 431.

Im vergangenen Jahr waren besonders viele Langzeiteinwohner des Großherzogtums unter den britischen Antragssteller. Etwa die Hälfte von ihnen lebte bereits mehr als 20 Jahre in Luxemburg.

Vorfahren aus Luxemburg

Hervorzuheben ist auch, dass 2.117 Brasilianer einen Antrag auf luxemburgische Staatsbürgerschaft gestellt haben. Mehr als 2.000 von ihnen nutzten dafür die sogenannte Procédure de recouvrement. Dieser Vorgang wurde 2008 eingeführt und ist noch bis Ende 2020 gültig. Er erlaubt es Personen, die einen Vorfahren haben, der nach 1900 die luxemburgische Staatsbürgerschaft hatte, den luxemburgischen Pass zu beantragen.


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Zum 18. Geburtstag einen Pass
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Allgemein habe aber auch die Reform des Nationalitätengesetzes 2017 zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Reform führte vier bedeutende Änderungen ein.  Ein Geburtsortsprinzip wurde für die erste Generation eingeführt, die Residenzdauer für Zugezogene, die Luxemburger werden möchten, wurde von sieben auf fünf Jahre runtergesetzt.

Des Weiteren wurden die Sprachanforderungen so abgeändert, dass der Nachweis von mündlichen Sprachkenntnissen ausschlaggebend sind. Und zudem gibt es einen leichteren Zugang zur Nationalität für Menschen, die bereits seit 20 Jahren und mehr in Luxemburg ansässig sind.


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