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Imker verlangen weniger Pestizideinsatz
Lokales 13.10.2017 Aus unserem online-Archiv
Positionspapier der Bienenzüchter

Imker verlangen weniger Pestizideinsatz

Die Bienvélker
Positionspapier der Bienenzüchter

Imker verlangen weniger Pestizideinsatz

Die Bienvélker
Foto: shutterstock
Lokales 13.10.2017 Aus unserem online-Archiv
Positionspapier der Bienenzüchter

Imker verlangen weniger Pestizideinsatz

Jacques GANSER
Jacques GANSER
In einem Positionspapier haben die Bienenzüchter ihre grundlegenden Forderungen zum Ausdruck gebracht. Sorgen machen ihnen vor allem Pestizide und die Varroa-Milbe.

Von Jacques Ganser

Die Nachricht hatte aufgeschreckt: In 13 von 22 Honigen aus deutschen Supermärkten hatte die Umweltschutzorganisation BUND Rückstände von Pestiziden nachgewiesen. Darunter vor allem das auch für Menschen giftige Neonikotinoid Thiacloprid. Das Problem der Pestizidlast für Bienen ist ein europaweites, und auch Luxemburg bleibt nicht verschont.

In einem Positionspapier hat der nationale Landesverband für Bienenzucht FUAL jetzt eine weitere Eindämmung des Pestizideinsatzes gefordert. Die chemischen Wirkstoffe würden zu einer Schwächung der Bienenvölker führen und könnten zusammen mit der Varroa-Milbe die Ursache von vermehrten Völkerverlusten sein. Die Züchter unterstützen in diesem Sinne zwei Zuchtprojekte, welche varroaresistentere Bienen hervorbringen könnten.   

Laut dem Positionspapier unterstützt die FUAL alle Initiativen, die zu einem vermehrten Blütenangebot führen. Dies gilt insbesondere für Privatgärten und kommunale Grünflächen. Aber auch die Landwirschaft hat eine Bringschuld: so begrüßen die Bienzücher jede Maßnahme,  die zu einer Reduzierung oder eines Wegfalls des Pestizideinsatzes beiträgt.

Mehr Blüten,weniger Pestizide

Zudem wird das Landwirtschaftsministerium aufgefordert, zusammen mit den Betroffenen, den Pestizideinsatz auf ein striktes Minimum zu begrenzen oder wenigstens so umweltverträglich wie nur möglich zu gestalten. Laut dem Verband der Bienenzüchter würden solche Maßnahmen nicht nur den Bienen, sondern auch dem Trinkwasser und damit der menschlichen Gesundheit zugute kommen. Ein Mehr an Biolandwirtschaft sei in diesem Sinne willkommen.    

In der sogenannten Beefirst-Analyse in Luxemburg  wurde  in den analysierten einheimischen Pollen- und Bienenbrotproben insgesamt 36 verschiedene Pestizide nachgewiesen. In sieben Proben wurden Überschreitungen der Grenzwerte für menschliche Nahrung nachgewiesen. Auf allen Bienenständen wurden für die Bienen gefährliche Neonikotinoide gefunden.

Die Bienenzüchter bestanden nach der Veröffentlichung der Studie darauf, dass die Rückstände wohl im Nektar und im Bienenbrot nachgewiesen wurden, nicht aber im Honig. Dort wurde aber gar nicht gemessen. Die Resultate aus Deutschland zeigen allerdings, dass Honig gegen solche Belastungen nicht immun ist.     


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