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Im belgischen Grenzgebiet: Luxemburger in Mordaffäre verdächtigt
Lokales 16.08.2016 Aus unserem online-Archiv

Im belgischen Grenzgebiet: Luxemburger in Mordaffäre verdächtigt

Ein 23-jähriger Luxemburger wurde am Donnerstag in VIrton (B) festgenommen.

Im belgischen Grenzgebiet: Luxemburger in Mordaffäre verdächtigt

Ein 23-jähriger Luxemburger wurde am Donnerstag in VIrton (B) festgenommen.
Illustrationsbild: REUTERS
Lokales 16.08.2016 Aus unserem online-Archiv

Im belgischen Grenzgebiet: Luxemburger in Mordaffäre verdächtigt

Michel THIEL
Michel THIEL
Ein junger Luxemburger wurde am Donnerstag in Virton (B) festgenommen. Er steht unter Verdacht, zusammen mit einem belgischen Komplizen für den Mord an einem jungen Belgier verantwortlich zu sein.

(mth) - Ein 23-jähriger Luxemburger ist am vergangenen Donnerstag in Virton (B) festgenommen worden, wie belgische Medien übereinstimmend am Dienstag berichteten. Carlo C. wird offenbar verdächtigt, an einem Tötungsdelikt Anfang August in Belgien beteiligt gewesen zu sein. Er soll am Mittwochmorgen von einer Ratskammer des Gerichts in Marche-en-Famenne (B) vernommen werden.

Ein erster Tatverdächtiger, der 19-jährige Belgier Jérôme K., war bereits am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen worden, nachdem er sich zuvor der Polizei gestellt hatte. Der Brüsseler, der bei seiner Großmutter in Virton wohnt, hatte erfahren, dass eine Fahndung gegen ihn läuft und hatte sich bei der Polizei gemeldet. Er bestreitet jegliche Beteiligung an der Tat.

Auch der luxemburgische Tatverdächtige Carlo C. bestreitet jede Tatbeteiligung. Laut unbestätigten Informationen der belgischen Tageszeitung "L'Avenir" sei C. zwar nicht vorbestraft, aber im luxemburgischen Drogenmilieu kein Unbekannter.

Die Staatsanwaltschaft Luxemburg konnte am Dienstagnachmittag keine Informationen zu der Verhaftung von Carlo C. liefern, da sie bei Verhaftungen luxemburgischer Staatsbürger im Ausland nicht zuständig ist.

Mord im Drogenmilieu?

Der halb verbrannte Leichnam des Opfers, dem 21-jährigen Nasreddine M., wurde am 5. August in einem Feld nahe dem Dorf Gérouville in zwölf Kilometern Entfernung von Virton gefunden. Eine Autopsie ergab, dass der junge Mann an mehrfachen Messerstichen gestorben war. Zuvor war er offenbar gefesselt und geschlagen worden.

Die Ermittler der belgischen Bundespolizei Neufchâteau-Arlon, die mit der Untersuchung betraut sind, verdächtigen die beiden jungen Männer, Nasreddine M. im Rahmen einer Auseinandersetzung getötet zu haben. Dabei könnte es um ausstehende Schulden aus einem Drogengeschäft gegangen sein.

Die Anwältin von von Jérôme K. bestätigte der Tageszeitung "La Meuse", dass das Opfer ihrem Mandanten 50 Euro geschuldet habe. Der junge Schulabbrecher bestreite jedoch, etwas mit dem Mord zu tun zu haben und besitze ein Alibi für die Mordnacht.


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