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Im Bauch der Rout Bréck
Lokales 4 1 01.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Im Bauch der Rout Bréck

Eine Besichtigung der Rout Bréck gibt Einblick in das Innenleben eines Stahlgiganten.

Im Bauch der Rout Bréck

Eine Besichtigung der Rout Bréck gibt Einblick in das Innenleben eines Stahlgiganten.
Foto: Guy Jallay
Lokales 4 1 01.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Im Bauch der Rout Bréck

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Der Pont Grande-Duchesse Charlotte ist für seine rote Farbe bekannt. Wie er von innen aussieht, wissen aber die wenigsten.

Der Weg ins Innere führt über staubige Bretter, eine enge Luke ist die letzte Verbindung zur Außenwelt. Nur wenige Meter über den Köpfen der Besucher rauscht der Morgenverkehr beständig über die Rout Bréck. Eine vorbeifahrende Tram lässt die Stahlträger vibrieren, ohrenbetäubender Lärm bricht im Inneren der Brücke herein.

Die Straßenbauverwaltung gewährte gestern einen seltenen Einblick in das Innenleben des Pont Grande-Duchesse Charlotte. 4.900 Tonnen schwer, 355 Meter lang, 25 Meter breit und an ihrem höchsten Punkt über dem Tal 75 Meter hoch: Seit 53 Jahren erstreckt die Brücke sich über dem Pfaffenthal und verbindet die Oberstadt mit Kirchberg.

Im Laufe der Zeit ist das Bauwerk allerdings in die Jahre gekommen. Und so begannen im Oktober 2015 Bauarbeiten an der Rout Bréck. Sie wurde saniert, verstärkt, verbreitert und für die Tram angepasst.

Dafür beförderten die Arbeiter zum Teil per Hand Stahlträger durch die engen Innenräume der Brücke. Seit der Eröffnung des zweiten Streckenabschnitts der Tram vor etwa einem Jahr rollt die Straßenbahn nun neben dem Straßenverkehr auf der Brücke und pendelt zwischen Luxexpo und Stäreplatz.

Blasse Farben

Die Arbeiten sind heute eigentlich so gut wie abgeschlossen. In seinem alten karminroten Glanz erstrahlt das Bauwerk aber trotzdem noch nicht. Denn die Malerarbeiten mussten vor wenigen Wochen unterbrochen werden. Die Firma, die Ende des vergangenen Jahres den Neuanstrich der Rout Bréck aufgenommen hatte, hat Konkurs angemeldet.

Die Malerarbeiten an der Brücke wurden vor wenigen Wochen gestoppt.
Die Malerarbeiten an der Brücke wurden vor wenigen Wochen gestoppt.
Foto: Guy Jallay

Die Suche nach einem neuen Unternehmen dauert weiterhin an, wie Gilberto Fernandes von der Straßenbauverwaltung bestätigt. Diese Aufgabe obliege allerdings nicht der Administration des Ponts et Chaussées, sondern der zuständigen Gelegenheitsgesellschaft, die sich aus den Firmen Tralux Construction und Eiffel Deutschland zusammensetzt.


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Die Anstricharbeiten sollten eigentlich bereits dieses Jahr fertiggestellt werden: Als neuer Abschlusstermin gilt nun der April 2020. Für einen kompletten Anstrich der Brücke müssen etwa 20 Tonnen Farbe auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern mittels Spritzpistole aufgetragen werden.

Die LW-Videoreportagen geben Einblick in die Entstehungsgeschichte der Brücke.



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