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Illegaler Handel mit Drogen via Internet: „Darknet“-Server in Luxemburg beschlagnahmt
Lokales 07.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Illegaler Handel mit Drogen via Internet: „Darknet“-Server in Luxemburg beschlagnahmt

Silkroad, eine Webseite zum Drogenhandel im Internet.

Illegaler Handel mit Drogen via Internet: „Darknet“-Server in Luxemburg beschlagnahmt

Silkroad, eine Webseite zum Drogenhandel im Internet.
Screenshot
Lokales 07.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Illegaler Handel mit Drogen via Internet: „Darknet“-Server in Luxemburg beschlagnahmt

Ermittler aus 16 europäischen Staaten, darunter aus Luxemburg, haben am Donnerstag im Rahmen der „Operation Onymous“ illegale Internetplattformen wegen Drogenhandels vom Netz genommen.

(mth) - Alain Kleuls von der Abteilung „nouvelles Technologies“ der Kriminalpolizei bestätigte dem „Luxemburger Wort“, dass drei Server in Luxemburg beschlagnahmt worden seien, die so genannte „hidden Services“ im Netz bereitgestellt hätten. Dabei handelt es sich um Inhalte, die nur über das verschlüsselte Anonymisierungsnetzwerk „Tor“ zugänglich sind. Weitere Informationen wollte Kleuls nicht liefern: „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, die Staatsanwaltschaft ist mit der Sache befasst. Die Daten auf den beschlagnahmten Servern werden zur Zeit ausgewertet.“ Laut Kleuls habe die Beschlagnahmung aufgrund eines Rechtshilfeersuchens der US-amerikanischen Bundesbehörde FBI stattgefunden.

Neben legalen Einsatzzwecken, wie etwa der anonymen Kommunikation in Ländern, in denen Zensur betrieben oder Menschenrechte nicht garantiert werden, dienen solche „Darknet“-Internetseiten, die als „hidden Services“ via Tor zugänglich sind, auch dem illegalen Internethandel mit Drogen, Waffen, oder illegalen Dienstleistungen wie Geldwäsche oder Auftragsmorden.

150.000 User bei Silkroad 2.0

Unter den Verdächtigen ist laut FBI auch der Betreiber der bekannten Plattform „Silkroad 2.0“, ein 26-jähriger Programmierer namens Blake Benthall, der am Mittwoch in San Francisco festgenommen wurde. Bei der Festnahme fanden die US-Ermittler bei dem Tatverdächtigen auch 100.000 Dollar in bar. Die erste „Silk Road“-Website war im Oktober 2013 von den Behörden geschlossen worden. Nur fünf Wochen später sei dann „Silk Road 2.0“ ans Netz gegangen. Rund 150.000 Nutzer sollen auf der Plattform unterwegs gewesen sein.

Neben „Silkroad 2.0“ wurden zwölf weitere Plattformen abgeschaltet. Die Auswertung der Daten dürfte die Verhaftung weiterer Hintermänner und Anbieter erlauben.