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IGP empfiehlt Suspendierung von beschuldigtem Beamten
Lokales 08.11.2021
Gewalt an Nationalfeiertag

IGP empfiehlt Suspendierung von beschuldigtem Beamten

Mehrere Videoclips zeigen kurze Ausschnitte des Polizeieinsatzes am Vorabend des Nationalfeiertags.
Gewalt an Nationalfeiertag

IGP empfiehlt Suspendierung von beschuldigtem Beamten

Mehrere Videoclips zeigen kurze Ausschnitte des Polizeieinsatzes am Vorabend des Nationalfeiertags.
Foto: Screenshot
Lokales 08.11.2021
Gewalt an Nationalfeiertag

IGP empfiehlt Suspendierung von beschuldigtem Beamten

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Eine Entscheidung des Polizeiministers steht bislang noch aus. Der Polizist ist weiterhin im Dienst.

In der Nacht zum Nationalfeiertag war es in der Hauptstadt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und Polizisten gekommen. Dabei trug eine Person – mutmaßlich beim Einsatz eines Schlagstocks – schwere Verletzungen im Gesicht davon. Im Zuge der Ermittlungen wurde ein Polizist Mitte Oktober wegen vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt. Der Mann, für den noch immer die Unschuldsvermutung gilt, blieb unter gerichtlicher Aufsicht (Contrôle judiciaire) auf freiem Fuß.


Mehrere Videoclips zeigen kurze Ausschnitte des Polizeieinsatzes am Vorabend des Nationalfeiertags.
Anklage gegen Polizisten erhoben
Gegen jenen Polizisten, der in der Nacht zum Nationalfeiertag einen Jugendlichen im Gesicht verletzte, wird Anklage erhoben.

Wie wort.lu/fr nun berichtet, könnte der Vorfall nun aber bereits vor einer Verurteilung durch ein Gericht berufliche Konsequenzen für den Beschuldigten haben. Die Inspection générale de la police (IGP) hat nämlich dem Polizeiminister Henri Kox, eine Empfehlung für eine Suspendierung des Mannes ausgesprochen.

Entscheidung steht aus

Der Minister hat allerdings noch keine Entscheidung in diesem Zusammenhang getroffen. Bis auf Weiteres geht der Mann demnach weiterhin seiner Arbeit nach, während die strafrechtlichen Ermittlungen laufen.

Im Zuge des Vorfalls wurden aber nicht nur Ermittlungen gegen Polizisten aufgenommen, sondern auch gegen mehrere weitere Personen. Denn auch Polizisten wurden bei der Auseinandersetzung angegriffen. Die Ermittlungen drehen aber nicht nur um die gewaltsamen Vorfälle in jener Nacht, sondern auch um Äußerungen, die in der Folge in den sozialen Netzwerken getätigt wurden. Der Polizeieinsatz und der Einsatz von Schlagstöcken wurde nämlich von mehreren Personen per Handykamera dokumentiert und die Aufnahmen im Internet veröffentlicht. Dies sorgte für heftige Reaktionen, die wohl auch teils ausuferten. 

Unter anderem sollen einzelne Polizisten beleidigt und bedroht worden sein. Die Generaldirektion der Polizei hat LW-Informationen zufolge deshalb in sechs Fällen Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht.

Eskalation in der Nacht

Letzten Endes wird wohl nur das Gericht mehr Licht in die Vorfälle der Nacht zum 23. Juni bringen können. Laut der offiziellen Darstellung der Polizei provozierte aber in dieser Nacht eine größere Gruppe von Feiernden die Beamten wiederholt. Nachdem jegliche Versuche, die Situation zu deeskalieren gescheitert seien, habe man entschieden, die Personalien der Beteiligten aufzunehmen. Dabei seien mehrere Personen handgreiflich geworden. Ein Polizist sei ins Gesicht geschlagen worden. 


Polizeidirektion erstattet Strafanzeige in sechs Fällen
Die Generaldirektion der Polizei geht aktiv gegen Beleidigungen und Drohungen in sozialen Medien vor.

Später sei die Situation dann erneut eskaliert. Weitere Personen, die nicht zur ersten Gruppe gehörten, feindeten die Polizisten an und es folgte eine weitere Auseinandersetzung. Dabei wurden dann zwei Polizisten sowie weitere Personen verletzt.

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