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Igeler Bombenbauer: Sprengstoff auch in Grevenmacher
Lokales 2 Min. 01.02.2019

Igeler Bombenbauer: Sprengstoff auch in Grevenmacher

In der rue Paul Faber in Grevenmacher wurden die Beamten fündig.

Igeler Bombenbauer: Sprengstoff auch in Grevenmacher

In der rue Paul Faber in Grevenmacher wurden die Beamten fündig.
Foto: Volker Bingenheimer
Lokales 2 Min. 01.02.2019

Igeler Bombenbauer: Sprengstoff auch in Grevenmacher

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Nach dem Sprengstofffund in Igel wurde Haftbefehl gegen die drei Tatverdächtigen erlassen. Zudem wurde ein weiterer Mann festgenommen. In seiner Wohnung in Grevenmacher wurden Sprengstoff sowie 1.000 Meter Zündschnur gefunden.

Nachdem ein Sondereinsatzkommando der deutschen Polizei in der Nacht zum Donnerstag in Igel, auf der deutschen Seite der Mosel nahe Wasserbillig, große Mengen Sprengstoff und eine selbstgebaute Bombe sichergestellt und drei Verdächtige festgenommen hatte, erging am Donnerstagnachmittag Haftbefehl gegen die drei Männer. Zwei davon sind Luxemburger Staatsbürger, einer ist Deutscher

Zweien der Männer, einem Luxemburger und dem Deutschen, wird vorgeworfen, mehrmals auf dem Gelände einer ortsansässigen Firma eingebrochen zu sein und bei dem letzten der Einbrüche den Sprengstoff gestohlen zu haben. Weil es bei dem ersten Einbruch im Januar 2018 auch zum Brand eines Baufahrzeuges kam, lautet der Vorwurf konkret auf Diebstahl in besonders schwerem Fall, Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und Brandstiftung. 

Der Haftbefehl gegen den zweiten Luxemburger ist ausschließlich wegen des dringenden Verdachts einer Beteiligung an der ersten Tat im Januar 2018 ergangen.

Wie der "Trierische Volksfreund" berichtet, handelt es sich bei dem gestohlenen explosiven Material um sogenannte Sprengstangen, die vor allem bei gewerblichen Sprengungen zum Einsatz kommen. Laut der Zeitung liegt der Schluss nahe, dass diese aus den Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerken (TKDZ) in Wellen an der Obermosel stammen. Dort waren im vergangenen Jahr mehrfach Einbrüche gemeldet worden. 

Ein Kilo Sprengstoff und 1.000 Meter Zündschnur 

Weitere intensive Ermittlungen der Sonderkommission führten zur Festnahme eines weiteren Tatverdächtigen, der ebenfalls im Verdacht steht, an dem Sprengstoffdiebstahl im Dezember 2018 beteiligt gewesen zu sein.


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Der 21-jährige Deutsche, mit Wohnsitz in Luxemburg konnte mit Unterstützung durch die Kriminalpolizei Konstanz in Konstanz am Bodensee festgenommen werden. Im Rahmen einer europäischen Ermittlungsanordnung der deutschen Behörden wurden in Luxemburg zwei Wohnungen durchsucht. In der Wohnung des 21-Jährigen in der rue Paul Faber in Grevenmacher fanden die Ermittler ein weiteres Kilogramm Sprengstoff, einen Zünder und 1.000 Meter Zündschnur. Es handelt sich dabei um Diebesgut, das aus den Einbrüchen stammt. 

Auch gegen diesen vierten Tatverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehl beantragt. Er wurde am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Kein terroristischer Hintergrund

Auf luxemburgischer Seite waren sechs  Beamte der Abteilung „ Enquêtes spécialisées“, zwei Sprengmeister, zwei Hundemeister zusammen mit zwei Ermittlern der Kriminalpolizei Trier im Einsatz. Auch in Grevenmacher wurden keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gefunden. Das genaue Motiv ist allerdings weiterhin noch nicht bekannt. Für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, so die Luxemburger Generalstaatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung vom Freitag. 


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