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HRS: Aufregung um Impfungen im Verwaltungsrat
Lokales 16.02.2021

HRS: Aufregung um Impfungen im Verwaltungsrat

Laut HRS-Sprecher wurden nur drei Verwaltungsratsmitglieder geimpft.

HRS: Aufregung um Impfungen im Verwaltungsrat

Laut HRS-Sprecher wurden nur drei Verwaltungsratsmitglieder geimpft.
Foto: AFP
Lokales 16.02.2021

HRS: Aufregung um Impfungen im Verwaltungsrat

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Für Aufregung sorgt die Nachricht, dass Verwaltungsratsmitglieder der Hôpitaux Robert Schuman sich bereits hätten impfen lassen, obwohl sie erst in der zweiten Phase vorgesehen seien.

Ein Teil des Verwaltungsrats der Hôpitaux Robert Schuman habe sich zu Beginn der Kampagne impfen lassen, obwohl in einem Schreiben der Santé die Verwaltungsräte zu dem Zeitpunkt ausgeschlossen wurden. Verwaltungsräte von Krankenhäusern seien laut den Vorgaben des Ministeriums erst in der zweiten Phase der Impfkampagne zu impfen. Darüber berichtet Radio 100,7 am Dienstag.

3.200 Personen

„Der initiale Auftrag lautete, das Krankenhaus zu sichern“, so Marc Glesener, Sprecher der Krankenhausgruppe. „In diesem Sinn haben wir zu Beginn der Impfkampagne eine Liste mit 3.200 Personen aufgestellt, die es zu schützen gilt. Dazu gehörte vorrangig das Personal, aber auch Angestellte von Partnern und Zulieferern“, so Glesener weiter, der betont, dass besagtes Schreiben der Santé erst drei Wochen später eingegangen sei, zu einem Zeitpunkt also, als die Listen schon aufgestellt waren.

„Pool systémique“

„Wir haben drei Mitglieder des Verwaltungsrates  - das Büro des Verwaltungsrats - geimpft, weil sie zum sogenannten 'Gouvernance systémique' gehören und regelmäßig in Kirchberg oder in der Zithaklinik ein und aus gehen und in diesem Sinn auch Kontakt mit Patienten haben“, so Glesener. Mitglieder des Verwaltungsrates, die nur zweimal im Jahr (und derzeit online) an Sitzungen teilnehmen, müssen laut Glesener bei den HRS weiter auf den Impfstoff warten.


„Durch den Lockdown und die anderen sanitären Maßnahmen wie Abstandspflicht, Maskenpflicht und Händehygiene wurde wertvolle Zeit gewonnen“, sagt Dr. Gérard Schockmel. Selbst in stark betroffenen Ländern wie Spanien oder Frankreich werde die nationale Durchseuchungsrate auf lediglich fünf Prozent geschätzt. „Dies kommt der Impfstoffentwicklung zugute.“
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Unter dem Strich ist man bei der Krankenhausgruppe zuversichtlich, bis Ende März das komplette Personal geimpft zu haben - soweit sie das auch wollen. Laut Glesener liegt man aktuell bei einer Impfbeteiligung von 66 Prozent.

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