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Hôtel des Postes: Ein Hotel und mehr
Lokales 13 2 Min. 14.07.2020

Hôtel des Postes: Ein Hotel und mehr

Rein äußerlich wird sich am historischen Postgebäude nichts ändern, da es unter Denkmalschutz steht.

Hôtel des Postes: Ein Hotel und mehr

Rein äußerlich wird sich am historischen Postgebäude nichts ändern, da es unter Denkmalschutz steht.
Grafik: Artea
Lokales 13 2 Min. 14.07.2020

Hôtel des Postes: Ein Hotel und mehr

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Das historische Hôtel des Postes im Stadtzentrum wird künftig ein Lifestyle-Hotel, ein Wellness-Center, Geschäfte und Büros beherbergen.

Wie es sich in den vergangenen Monaten schon angedeutet hatte, wird das seit 2019 unter Denkmalschutz stehende Hôtel des Postes nach den erforderlichen Umbauten ein Hotel beherbergen. Doch nicht nur: Vorgesehen sind neben 85 Hotelzimmern auch ein Restaurant, eine Bar, ein Wellness- und Fitness-Center, Geschäfte, Büros und Versammlungsräume.

Claude Strasser sieht das Hôtel des Postes als wahres Schmuckstück der Hauptstadt.
Claude Strasser sieht das Hôtel des Postes als wahres Schmuckstück der Hauptstadt.
Foto: Lex Kleren

Das gab Claude Strasser, Generaldirektor von Post Luxembourg, am Dienstag bekannt. 

Ein Vorhaben - zwei Investoren

Das Postunternehmen wird das rund 50 Millionen Euro teure Vorhaben allerdings nicht alleine stemmen, sondern zusammen mit Artea Luxembourg. Zu diesem Zweck wurde eine Gesellschaft gegründet, an der Post Luxembourg 51 Prozent Anteile hält, Artea Luxembourg 49 Prozent. Die Post bleibt Eigentümerin des imposanten Gebäudes, Betreiber wird Artea Luxembourg sein.

Das Pariser Unternehmen Artea, das an der Börse notiert und seit über zehn Jahren in Luxemburg präsent ist, hatte bereits  im Jahr 2018 bei einem von der Post ausgelobten Ideenwettbewerb betreffend die Zukunft des Hôtel des Postes sein Interesse bekundet. Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt.

Wie sowohl Claude Strasser als auch Philippe Baudry, Président directeur général von Artea, betonten, soll einerseits das architektonische und kulturelle Erbe respektiert werden, andererseits die Nutzung der Würde des Gebäudes entsprechen.  

Laut Designerin Geraldine Dohogne werden sich die Gäste im Lifestyle-Hotel wie zu Hause fühlen.
Laut Designerin Geraldine Dohogne werden sich die Gäste im Lifestyle-Hotel wie zu Hause fühlen.
Foto: Lex Kleren

Konzept steht, Umbau beginnt noch dieses Jahr

Das in den Jahren 1908 bis 1910 nach den Plänen von Staatsarchitekt Sosthène Weis errichtete Gebäude wird nach der Umgestaltung der Innenräume eine Fläche von 8.600 Quadratmeter haben. Die Arbeiten, die sich über fünf Stockwerke erstrecken werden, sollen Ende dieses Jahres beginnen und voraussichtlich 2023 abgeschlossen werden.

Was die Innengestaltung anbelangt, so hat Geraldine Dohogne (Beyond Design) ein Konzept ausgearbeitet. Als Architekt fungiert das Büro Romain Schmiz - architectes & urbanistes.   


POST ALDRINGEN / Foto: Christian ASCHMAN
Eine ungewisse Zukunft
1908 wurde mit dem Bau des Hôtel des Postes am "Aldringen" begonnen. Seit diesem Jahr steht die Post nun leer. Was in Zukunft damit geschehen wird, ist noch unklar.

Polfer: Glücklich und dankbar

Glücklich und dankbar sagte sich Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer über das Projekt. Das Postgebäude sei Teil der Geschichte Luxemburgs. In diesem Zusammenhang erinnerte sie an die vielen Villen, die einst den Boulevard Royal säumten und in den 196oer- und 1970er-Jahren Platz für eine Reihe von Finanzinstituten machten. Dass dem Hôtel des Postes wieder neues Leben eingehaucht werde, sei schön. Die Stadtverantwortlichen werden die administrative Prozedur zügig begleiten und abschließen, so Polfer.

Das Postgebäude selbst steht seit 2018 leer. Ein Blick in das Innere verdeutlicht, weshalb das Hôtel des Postes nicht für die rasante Entwicklung der Post – von der Gründung des Telegrafenamts im Jahre 1861, der Installation der ersten Telefone in 1880 über die erste Telefonverbindung ins Ausland anno 1898 über das Aufkommen des Sprechfunks in 1974 oder der Inbetriebnahme des ersten „Postomaten“ (1982) bis hin zu unter anderem der Einrichtung des ISDN-, DSL- und Glasfasernetzes steht, sondern es auch aus architektonischer zu einem Wahrzeichen der Hauptstadt geworden ist. 


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